10 June 2026, 16:04

Fehmarnbelt-Tunnel: Zwei Jahre Verzögerung und Milliarden-Mehrkosten

Kosten für die Fehmarnbelt-Eisenbahnlinie steigen deutlich an

Fehmarnbelt-Tunnel: Zwei Jahre Verzögerung und Milliarden-Mehrkosten

Fehmarnbelt-Tunnel: Verzögerungen und explodierende Kosten

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Der Fehmarnbelt-Tunnel, eine kombinierte Schienen- und Straßenverbindung zwischen Fehmarn und Lolland, sieht sich nun erheblichen Verzögerungen und steigenden Kosten gegenüber. Ursprünglich für 2027 geplant, liegt das Projekt zwei Jahre im Rückstand und wird frühestens 2029 fertiggestellt. Unterdessen bleibt die bestehende Fehmarnsundbrücke nach Fertigstellung des Sund-Tunnels für Fußgänger, Radfahrer und langsamen Verkehr geöffnet.

Die Kosten für den Sund-Tunnel sind von 714 Millionen auf 2,306 Milliarden Euro explodiert. Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, bezeichnete die Kostenüberschreitungen als „inakzeptabel“ und forderte schnellere und effizientere Arbeiten. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland nicht aus dem Projekt aussteigen werde.

Auch die Kosten für die hinterlandseitigen Bahnanbindungen des Tunnels stiegen von 8,1 auf 10,7 Milliarden Euro. Paula Piechotta, haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, forderte das Bundesverkehrsministerium auf, Wege zu finden, um die Umsetzung dieser Verbindungen zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Sie verwies auf ähnliche Verzögerungen beim Schienenausbau in Norddeutschland und beim Brenner-Basistunnel.

Ein vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofs zu den Kostenüberschreitungen existiert, soll aber erst nach parlamentarischen Beratungen veröffentlicht werden.

Trotz der Rückschläge bleibt der Fehmarnbelt-Tunnel auf Kurs für eine Eröffnung 2029. Die steigenden Ausgaben und Verzögerungen unterstreichen jedoch die Herausforderungen bei der Realisierung großangelegter Infrastrukturprojekte. Die Verantwortlichen drängen weiterhin auf mehr Effizienz und bessere Kostenkontrolle in den verbleibenden Bauabschnitten.

Quelle