Fehmarnbelt-Tunnel: Fertigstellung verzögert sich – Kosten explodieren weiter
Emilia KönigFehmarnbelt-Tunnel: Fertigstellung verzögert sich – Kosten explodieren weiter
Fehmarnbelt-Tunnel: Schlüsselverbindung zwischen Dänemark und Deutschland verzögert sich weiter – Kosten steigen
Der Fehmarnbelt-Tunnel, eine zentrale Verbindung zwischen Dänemark und Deutschland, sieht sich weiteren Verzögerungen und steigenden Kosten gegenüber. Ursprünglich für 2029 geplant, wird die Fertigstellung nun mindestens zwei zusätzliche Jahre in Anspruch nehmen. Die Querung bleibt jedoch eine entscheidende Achse für Europa und soll nach ihrer Vollendung schnellere Reisen zwischen Kopenhagen und Hamburg ermöglichen.
Im Mai markierte das Versenken des ersten Tunnelabschnitts im Baltischen Meer einen Meilenstein für den Baubeginn. Doch seither stockt der Fortschritt sowohl auf dänischer als auch auf deutscher Seite. Insgesamt müssen noch 88 weitere Segmente eingebaut werden, um den 18 Kilometer langen Straßen- und Eisenbahntunnel zu vollenden.
Zuerst wird der Straßenabschnitt eröffnet, wobei die deutsche Seite eine Fertigstellung bis 2028 anstrebt. Die Schienenverbindung folgt erst, sobald Deutschland seine Infrastrukturarbeiten abgeschlossen hat. Unterdessen sind die Kosten auf deutscher Seite stark angestiegen, was den finanziellen Spielraum des Projekts weiter einengt.
Ein überarbeiteter Zeitplan und ein konkreter Fahrplan für die nächsten Schritte sollen im Herbst vorgestellt werden. Die Verzögerungen betreffen die gesamte Tunnelverbindung und verschieben den ursprünglichen Termin von 2029.
Sobald der Tunnel in Betrieb geht, wird sich die Reisezeit zwischen Kopenhagen und Hamburg um zwei Stunden verkürzen. Die Straßenverbindung wird vor der Schienenanbindung fertiggestellt, doch beide hängen von der Bewältigung der aktuellen Rückschläge ab. Trotz der Herausforderungen bleibt die Bedeutung des Projekts für den europäischen Verkehr ungebrochen.
