08 March 2026, 02:05

FDA warnt Novo Nordisk wegen täuschender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen

Ein Plakat mit dem Text "Verringerung der Kosten für verschreibungspflichtige Arzneimittel unter der Biden-Harris-Regierung" und einem Logo.

FDA warnt Novo Nordisk wegen täuschender Ozempic-Werbung mit falschen Versprechen

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk eine Warnung wegen einer irreführenden Werbung für das Medikament Ozempic ausgestellt. Der unter dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic" veröffentlichte Spot suggerierte fälschlicherweise eine Überlegenheit des Präparats gegenüber Konkurrenzprodukten und spielte gleichzeitig gesundheitliche Risiken herunter. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Initiative der Aufsichtsbehörden, die Werbung für Arzneimittel strenger zu regulieren.

Die FDA kritisiert in ihrer Warnung mehrere zentrale Punkte der Ozempic-Werbung. Besonders problematisch sei die Behauptung, Ozempic verfüge über die meisten von der FDA zugelassenen Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Medikamenten – eine Aussage, die Verbraucher laut Behörde in die Irre führe, indem sie einen universellen Nutzen suggeriere. Zudem monierte die FDA die Platzierung der Sicherheitshinweise, die erst so spät im Werbespot erschienen, dass Zuschauer nicht ausreichend informiert würden.

Für Novo Nordisk ist dies nicht die erste Rüge in jüngster Zeit. Bereits einen Monat zuvor hatte das Unternehmen eine separate Warnung für eine Anzeige zu seinem Abnehmpräparat Wegovy erhalten. Die aktuelle Maßnahme der FDA steht im Kontext einer verschärften Gangart gegen täuschende Arzneimittelwerbung, die unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump eingeleitet wurde, um die Kontrollen zu verschärfen.

In den vergangenen zwölf Monaten hat die FDA ihre Überprüfung von Pharmawerbung deutlich ausgeweitet. Zwischen März 2025 und März 2026 verschickte die Behörde Warnschreiben an sieben weitere Unternehmen wegen irreführender Angaben. Zu den prominenten Fällen zählten Pfizer, das im Oktober 2025 für die nicht zugelassene Bewerbung seines COVID-19-Impfstoffs gerügt wurde, sowie Eli Lilly, dem im Januar 2026 vorgeworfen wurde, die Vorteile seiner Diabetes-Therapien übertrieben dargestellt zu haben.

Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um offiziell auf die Vorwürfe der FDA zu reagieren.

Die Warnung unterstreicht den strengeren Kurs der Behörde bei der Arzneimittelwerbung im Rahmen der jüngsten Vorgaben. Sollte Novo Nordisk die Bedenken nicht ausräumen, drohen weitere regulatorische Konsequenzen. Der Fall spiegelt zudem einen generellen Trend wider: Die FDA geht zunehmend gegen irreführende Pharmamarketing-Praktiken vor.

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