Fachkräftemangel in Mecklenburg-Vorpommern erreicht kritische Dimensionen für Unternehmen
Emilia KönigDGB fordert Ausbildungs-Offensive vor Landtagswahl - Fachkräftemangel in Mecklenburg-Vorpommern erreicht kritische Dimensionen für Unternehmen
Eine neue Wirtschaftsumfrage unterstreicht die wachsenden Sorgen über den Fachkräftemangel in Deutschland. Unternehmen stufen das Problem mittlerweile als die fünftgrößte Herausforderung ein – an der Studie beteiligten sich fast 900 Betriebe. Unterdessen erhöht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Mecklenburg-Vorpommern den Druck auf die Politik mit einer konkreten Forderungsliste.
Laut den Umfrageergebnissen bleiben die Lohnkosten das größte Risiko für das Wirtschaftswachstum, wie die teilnehmenden Unternehmen angeben. Knapp dahinter folgen die Preise für Energie und Rohstoffe, während auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die schwache Binnennachfrage Alarm auslösen.
Der Fachkräftemangel belastet die Region weiterhin – besonders betroffen sind mittelständische Unternehmen. Rund 40 Prozent dieser Betriebe rechnen damit, dass sich die Lage bis 2025 weiter verschärft. Der DGB kritisiert, dass viele Unternehmen Auszubildende nach ihrer Lehre nicht übernehmen, und sieht darin einen zentralen Grund für die Lücken auf dem Arbeitsmarkt.
Als Reaktion hat die Gewerkschaft einen Zehn-Punkte-Plan für die Landesregierung vorgelegt. Zu den zentralen Forderungen gehören eine "solidarische Umlage zur Ausbildungsförderung", um die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen, sowie eine "Ausbildungsoffensive", um den Mangel zu bekämpfen. Zudem verlangt der DGB eine strengere Durchsetzung der Tariftreuegesetze und Maßnahmen gegen Kita-Schließungen, da die Betreuungssituation die Erwerbstätigkeit beeinflusse.
Ein direkter Vergleich mit dem Fachkräfteniveau vor der Pandemie liegt von den Industrie- und Handelskammern (IHK) in Mecklenburg-Vorpommern nicht vor. Berichte bestätigen jedoch, dass der Mangel bundesweit anhält und zu den drängendsten Problemen der Wirtschaft zählt.
Die Vorschläge des DGB zielen darauf ab, sowohl akute als auch langfristige Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die Ausbildungsbindung und die Fachkräfteentwicklung in der Region nachhaltig verändern. Bis dahin sehen sich die Unternehmen jedoch mit steigenden Kosten und einem schrumpfenden Pool qualifizierter Arbeitskräfte konfrontiert.
DGB Nord unveils 10-point plan to tackle skills gap ahead of 2026 election
The DGB Nord has formally presented its 10-point plan to address the skills shortage in Mecklenburg-Western Pomerania, just seven months before the 2026 state election. Key demands include:
- A solidarische Ausbildungsumlage (solidarity training levy) to boost apprenticeship numbers
- Laura Pooth, DGB Nord chair, warned: "The lack of skilled workers is becoming a real risk for our region."
- Daniel Taprogge stressed the need for more post-apprenticeship job offers to prevent talent drain. The plan aligns with broader DGB efforts across Germany to strengthen vocational training and attract young workers.






