05 June 2026, 15:12

Ex-Beamter scheitert mit Klagen gegen Entlassung nach Corona-Protesten und Impfkritik

Lucian Michaelis: Als 'rechts' denunziert

Ex-Beamter scheitert mit Klagen gegen Entlassung nach Corona-Protesten und Impfkritik

Lucian Michaelis, ehemaliger leitender Handelsaufseher in Sachsen-Anhalt, hat seine letzte juristische Schlacht gegen seine Entlassung verloren. Das Verwaltungsgericht Halle bestätigte seine Kündigung und urteilte, dass er Zeitbetrug begangen habe – auch wenn es weitere Vorwürfe zurückwies. Der Fall geht auf seine öffentliche Kritik an der Impfpolitik und seine Beteiligung an Corona-Protesten zurück.

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Michaelis arbeitete bis zu seiner Entlassung 2024 beim Landesamt für Verbraucherschutz. Die Behörden warfen ihm Zeitbetrug, mangelnde Leistung sowie die Verweigerung der Impfung aus religiösen und medizinischen Gründen vor. Diese Vorwürfe führten zu seinem Ausschluss aus dem öffentlichen Dienst.

Die Kontroverse verschärfte sich, nachdem er im Februar 2022 am Ende eines „Fackelmarsches“ in Halberstadt aufgetaucht war. Kritiker stempelten ihn als „rechts“ ab, doch die meisten Vorwürfe wurden später von Gerichten fallen gelassen. Seine Klage scheiterte, und das Urteil ist nun rechtskräftig.

Sein Vater, Martin Michaelis, ist Pfarrer in Quedlinburg und bekannt für seinen Widerstand gegen Pandemie-Maßnahmen. 2025 veröffentlichte der ältere Michaelis das Buch „Mut zur Abweichung: Stimmen des ‚Keine Alternative‘-Widerstands“. Beide Männer verbinden tiefe lutherische Überzeugungen mit offener Ablehnung der Corona-Beschränkungen.

Mit dem Urteil endet Michaelis’ Karriere im öffentlichen Dienst. Sein Fall verdeutlicht die Spannungen zwischen persönlicher Überzeugung und beruflicher Pflicht. Die Entlassung bleibt bestehen – weitere Rechtsmittel sind ausgeschlossen.

Quelle