EU führt neue Zollgebühren ein – Online-Shopping wird ab Juli teurer
Claudia SeidelEU führt neue Zollgebühren ein – Online-Shopping wird ab Juli teurer
EU-Kunden müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen
Ab dem 1. Juli 2023 werden Online-Shopper in der EU bei Einkäufen bei Händlern außerhalb der Union höhere Preise zahlen müssen. Ab diesem Datum gelten neue Gebühren, weitere Änderungen sind für 2026 geplant. Die Maßnahme soll zwar Zollkontrollen vereinfachen, könnte aber günstige Importe weniger attraktiv machen.
Ab dem 1. Juli 2023 werden Verbraucher in der EU für Waren aus Drittländern tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Europäische Kommission hat die genauen Gebühren noch nicht endgültig festgelegt, doch zusätzliche Kosten werden fällig. Bisher sind Lieferungen innerhalb der EU weitgehend steuerfrei – mit Ausnahmen wie Alkohol, Tabak und Kaffee.
Ab dem 1. November 2026 kommt auf Sendungen unter 150 Euro eine pauschale Zollgebühr von drei Euro pro Produktkategorie hinzu. Diese Gebühr wird neben der bereits bestehenden Einfuhrumsatzsteuer erhoben und treibt so die Gesamtkosten in die Höhe. Die Änderungen bleiben so lange in Kraft, bis alle EU-Länder eingehende Lieferungen vollständig kontrollieren und abwickeln können.
Die neuen Regeln könnten auch die Verbraucherrechte beeinträchtigen. Käufe bei Händlern außerhalb der EU könnten mit schwächeren Schutzbestimmungen verbunden sein, was Rückgaben und Erstattungen erschwert. Verbraucher wird geraten, vor dem Kauf bei unbekannten Händlern die rechtlichen Hinweise und Lieferbedingungen genau zu prüfen.
Die zusätzlichen Gebühren dürften günstige Importe weniger attraktiv machen. Verbraucher müssen künftig sowohl die Zollpauschale von drei Euro als auch die Mehrwertsteuer einkalkulieren, wenn sie bei Händlern außerhalb der EU bestellen. Bis in allen Mitgliedstaaten umfassende Zollkontrollen eingeführt sind, bleiben diese Maßnahmen bestehen.






