Emil Steinberger: Vom Postangestellten zum Kultstar mit 92 Jahren

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Ein Plakat mit einem Gemälde einer Person und darauf geschriebenem Text.

Emil Steinberger: Vom Postangestellten zum Kultstar mit 92 Jahren

Mit 92 Jahren ist Emil Steinberger nach wie vor eine prägende Figur der Schweizer Kultur. Der Satiriker, Schauspieler und Autor hat die Zuschauer jahrzehntelang mit scharfem Witz und unvergesslichen Sketchen unterhalten. Nun blickt die neue Dokumentation Typisch Emil – Loslassen und neu beginnen auf seine außergewöhnliche Lebensreise zurück.

Der Film zeichnet Steinbergers Weg vom bescheidenen Postangestellten in Luzern zum internationalen Bühnenstar nach, der es sogar bis nach New York schaffte. Er beleuchtet auch seine weniger bekannte Leidenschaft für die Malerei, der er seit den 1970er-Jahren mit der unerschütterlichen Unterstützung seiner Frau Niccel nachgeht – selbst eine Künstlerin.

Steinbergers Karriere war alles andere als konventionell. Im Laufe seines Lebens hat er rund 20 verschiedene Berufe ausgeübt und dabei jeden Wechsel mit Mut angepackt. Seine Mutter jedoch war skeptisch, als er seinen Posten bei der Post aufgab, um sich der Kunst zu widmen.

Sein Aufstieg zum Ruhm beschränkte sich nicht auf die Schweiz. In der ehemaligen DDR wurde er mit seinen Kabarettauftritten zum Star – trotz seines markanten Schweizer Dialekts. Doch an seinen Prinzipien hielt er stets fest: Als er erfuhr, dass Karten für eine seiner Tourneen nur für Funktionäre und nicht für die allgemeine Öffentlichkeit reserviert waren, sagte er die gesamte Reihe ab.

Jenseits der Bühne suchte Steinberger stets nach neuen kreativen Betätigungsfeldern. In den 1970er Jahren begann er, sich mit Ölmalerei zu beschäftigen, ein Vorhaben, das seine Frau Niccel – selbst Künstlerin – aktiv förderte. Sie stand ihm mit praktischer Hilfe und Inspiration zur Seite, während er seine Fähigkeiten entwickelte.

Politische Parteien warben wiederholt um ihn, um bei Wahlen anzutreten, doch Steinberger lehnte stets ab. Er zieht es vor, seine Stimme durch Kunst und nicht durch Politik zu erheben. Seine Philosophie ist einfach: Aktiv und engagiert zu bleiben, ist der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben. Niccel bleibt eine zentrale Figur in seinem Leben. Als Künstlerin in eigenem Recht gibt sie ihm weiterhin Energie und Inspiration – sowohl in seiner Arbeit als auch im Alltag.

Die Dokumentation Typisch Emil porträtiert einen Mann, der sich nie gescheut hat, sich neu zu erfinden. Von seinen Anfängen als Postangestellter über seinen Erfolg auf der Bühne bis hin zur Leinwand spiegelt Steinbergers Geschichte ein Leben wider, das von Neugier und Mut geprägt ist. Sein Einfluss – in der Schweiz und darüber hinaus – bleibt ein Beweis für die Kraft von Beharrlichkeit und Leidenschaft.

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