Dramatischer Start bei der Ocean Race Europe: Kollision und Sieg unter Extrembedingungen
Noah WernerDramatischer Start bei der Ocean Race Europe: Kollision und Sieg unter Extrembedingungen
Sechs Teams kämpften sich unter harten Bedingungen durch die erste Etappe der Ocean Race Europe, die von Kiel nach Portsmouth führte. Die Crew von Paul Meilhats Biotherm sicherte sich den ersten Platz und holte damit die maximale Punktzahl nach einem zermürbenden Sprint. Unterdessen werden die beiden beschädigten Yachten Holcim-PRB und Allagrande Mapei noch repariert, bevor sie mit verspätetem Start in See stechen können.
Der Start der Regatta war von Drama geprägt: Holcim-PRB und Allagrande Mapei kollidierten nahe der Startlinie in Kiel. Beide Teams reichten Proteste gegen den jeweils anderen ein; eine Juryverhandlung in Cartagena soll die Schuldfrage klären. Trotz des Vorfalls laufen die Reparaturen nun auf Hochtouren, und beide Yachten planen, am Donnerstagabend in Richtung Portsmouth aufzubrechen.
Die Schlussphase gestaltete sich besonders anspruchsvoll. Leichte Winde, starke Gezeiten und ein enger Kurs durch die Straße von Dover zwangen die Crews zu ständigen Manövern. Meilhat beschrieb die letzte Nacht als ein unerbittliches "Pingpong" aus Segelwechseln und kurzen Ruhepausen. Die Veranstalter verlängerten die Strecke um 60 Seemeilen und fügten zwei Runden um die Isle of Wight hinzu, um eine nächtliche Zielankunft zu vermeiden.
Biotherm überquerte als Erstes die Ziellinie und sicherte sich damit die volle Punktzahl – nach dem Sieg auch beim Sprint zum ersten Wertungstor. Boris Herrmanns Malizia folgte mit 1 Stunde, 56 Minuten und 20 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Nur sieben Minuten später erreichte Yoann Richommes Paprec Arkéa als Dritter das Ziel.
Die erste Etappe der Ocean Race Europe hat die Weichen für eine spannende Saison gestellt. Biotherm führt nach einer dominierenden Vorstellung, während die Kollision zwischen Holcim-PRB und Allagrande Mapei noch ungeklärt ist. Beide beschädigten Teams konzentrieren sich nun darauf, die Reparaturen abzuschließen und in Portsmouth wieder ins Rennen einzusteigen.






