Dramatischer Anstieg: Über 28.000 Waffen an deutschen Gerichten 2023 beschlagnahmt
Noah WernerTausende Messer bei Gerichtsinspektionen gefunden - Dramatischer Anstieg: Über 28.000 Waffen an deutschen Gerichten 2023 beschlagnahmt
Sicherheitskontrollen an deutschen Gerichten deckten 2023 dramatischen Anstieg beschlagnahmter Waffen und schneller gerichte auf
Im Jahr 2022 zogen Gerichte bundesweit 12.557 verbotene Gegenstände ein. Darunter befanden sich 8.392 Springmesser, 1.776 weitere Klingen, 1.049 Elektroschocker, 457 Schusswaffen, 399 Schlagwerkzeuge und 484 sonstige Objekte. Ein Jahr später stieg die Zahl auf 28.500 beschlagnahmte Gegenstände an.
Am Justizcampus Moabit, einem der meistfrequentierten Gerichtsstandorte Deutschlands, entdeckten Sicherheitskräfte 2023 allein 1.761 Hieb- und Stichwaffen. In allen Berliner Gerichten wurden rund 5.000 Messer sichergestellt. Der Campus, an dem täglich bis zu 300 Verhandlungen stattfinden, setzt auf flughafenähnliche Kontrollen, um Bedrohungen vorzubeugen.
Zu den weiteren eingezogenen Gegenständen zählten Pfefferspray, Gasbehälter, Scheren, Werkzeuge und Kubotans. Der deutliche Anstieg der Beschlagnahmungen deutet auf verschärfte Kontrollen und eine wachsende Zahl von Versuchen hin, Waffen in Justizgebäude zu schmuggeln.
Die Zahlen bestätigen eine zunehmende Herausforderung für die Gerichtssicherheit. Da Zehntausende verbotene Gegenstände konfisziert wurden, ziehen die Behörden die Kontrollen weiter an. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit in stark frequentierten Justizeinrichtungen wie Moabit gewährleisten.






