29 March 2026, 10:07

Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister – was jetzt kommt

Großes nachhaltiges Gebäude mit einer grünen Wand, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Dominik Krause wird Münchens neuer Oberbürgermeister – was jetzt kommt

Dominik Krause, ein 35-jähriger Politiker der Grünen, ist zum neuen Oberbürgermeister Münchens gewählt worden. Seine Wahl folgt auf die Stadtratswahlen 2020, bei denen seine Partei 21 der 80 Sitze im Gremium errang. Nun laufen Koalitionsgespräche, um die künftige Ausrichtung der Stadt zu gestalten.

Krauses erste Amtshandlung als designierter Oberbürgermeister war die Teilnahme an der Grundsteinlegung für die Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Das Projekt sieht mehr Grünflächen und einen neuen Brunnen vor – ein Zeichen für sein Engagement für lebenswertere öffentliche Räume.

Bei der Münchner Stadtratswahl 2020 wurden die Grünen mit 22 Sitzen stärkste Kraft, verfügen nun aber über 21 Mandate. Die bisherige Regierungsmehrheit aus Grünen, SPD, Volt und Rosa Liste verfügte über eine knappe Mehrheit von 43 Sitzen. Um regieren zu können, benötigt Krause mindestens 41 Stimmen und muss daher neue Bündnisse schmieden.

Erste Sondierungsgespräche haben bereits stattgefunden. Zunächst trafen sich die Grünen mit der SPD, weitere Gespräche mit der CSU stehen an. Trotz unterschiedlicher Positionen, insbesondere in der Verkehrspolitik, schließt Krause eine Zusammenarbeit mit den Konservativen nicht aus. Er betont, sowohl mit der SPD als auch mit der CSU konstruktiv arbeiten zu können – je nach gemeinsamen Prioritäten.

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Krauses zentrale Ziele umfassen die Bewältigung der Münchner Wohnungsnot durch mehr bezahlbaren Wohnraum sowie ein härteres Vorgehen gegen Mietwucher und Leerstand. Zudem will er die Lebensqualität in öffentlichen Räumen verbessern, wobei Projekte wie die Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes als Vorbild dienen. Ein weiteres mögliches Einigungsthema mit anderen Parteien ist die Münchner Olympiabewerbung, bei der er Kooperationsmöglichkeiten sieht.

Die Bereitschaft der Grünen, mit verschiedenen Lagern zu verhandeln, deutet auf einen pragmatischen Kurs hin. Dennoch wird jede Koalition Kompromisse finden müssen – etwa in der Verkehrspolitik, wo die autofreundliche Haltung der CSU auf den grünen Fokus auf Radverkehr und ÖPNV trifft.

Krauses Wahl markiert einen Wechsel in der Münchner Führungsetage. Wohnungsbau, Grünflächen und Koalitionsbildung stehen ganz oben auf seiner Agenda. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Parteien sich seiner Regierung anschließen und wie ihre Politik die Stadt prägen wird. Derweil konzentriert er sich darauf, Wahlversprechen in Taten umzusetzen.

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