Verband der Deutschen Journalisten: Venezuela muss für Journalisten öffnen - DJV wirft Venezuela gezielte Repression gegen Journalisten vor
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Venezuela scharf kritisiert, nachdem 14 Reporter vorübergehend unter dem Vorwurf festgenommen wurden, mit den USA zusammenzuarbeiten. Die Organisation bezeichnete die Verhaftungen als gezielte Kampagne gegen unabhängige Medien und forderte ein sofortiges Ende der Zensurmaßnahmen.
Den inhaftierten Journalisten wird vorgeworfen, mit ausländischen Mächten kollaboriert zu haben – Vorwürfe, die der DJV als haltlos zurückweist. Statt sich auf gefilterte Informationen aus dem Pentagon oder staatlich gelenkten Quellen zu verlassen, bestehe die Gruppe darauf, dass internationale Reporter die Verhältnisse in Venezuela selbst vor Ort dokumentieren müssten.
Die DJV-Vorsitzende Mika Beuster forderte die Regierung in Caracas direkt auf, alle Beschränkungen der Pressefreiheit aufzuheben. Derzeit bleiben Venezuelas Grenzen für die meisten westlichen Auslandskorrespondenten geschlossen, was eine unabhängige Berichterstattung verhindert. Beuster verurteilte die Repressionswelle als "Hexenjagd", die darauf abziele, kritische Berichte zum Schweigen zu bringen. Über die Freilassung der inhaftierten Journalisten hinaus drängt der DJV auf umfassendere Reformen: Das Land solle seine Grenzen für ausländische Medien wieder öffnen und alle Zensurgesetze abschaffen, die eine freie Berichterstattung unterbinden.
Zu den Forderungen des DJV gehören die sofortige Freilassung aller festgehaltenen Reporter sowie die Abschaffung der Zensurvorschriften. Ohne Zugang für internationale Journalisten, warnt die Organisation, bleibe die tatsächliche Lage in Venezuela weiter verschleiert. Bisher hat die Regierung auf die Aufrufe zu Veränderungen nicht reagiert.