Deutschlands Schulden explodieren: Über 2,5 Billionen Euro in fünf Jahren angehäuft
Claudia SeidelDeutschlands Schulden explodieren: Über 2,5 Billionen Euro in fünf Jahren angehäuft
Deutschlands Staatsverschuldung steigt rasant – von 1,9 auf über 2,5 Billionen Euro in nur fünf Jahren
Die Schuldenlast des deutschen Staates ist stark angestiegen: Innerhalb von nur fünf Jahren kletterte die Staatsverschuldung von 1,9 Billionen auf über 2,5 Billionen Euro. Pro Kopf entfällt damit eine Belastung von fast 30.000 Euro. Der Anstieg geht mit einer Ausweitung der Staatsausgaben durch neue Finanzmaßnahmen einher.
2025 lockerte die Regierungscoalition die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse. Dadurch konnten bestimmte Ausgaben die bestehenden Kreditgrenzen umgehen. Als Folge wurde der „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) aufgelegt – ein mit Krediten finanziertes Programm im Umfang von 500 Milliarden Euro, das über zwölf Jahre gestreckt wird.
Der SVIK sieht 300 Milliarden Euro für Bundesinvestitionen in Straßen, Schienen, Energienetze und Digitalisierung vor. Weitere 100 Milliarden fließen in den Klimaschutz- und Transformationsfonds. Bis Ende 2025 waren für SVIK-Projekte verbindliche Zusagen in Höhe von 87,6 Milliarden Euro getroffen worden. Tatsächlich ausgezahlt wurden jedoch nur 24 Milliarden der für jenes Jahr veranschlagten 37,2 Milliarden – über 13 Milliarden blieben ungenutzt.
Zwei Drittel der SVIK-geförderten Vorhaben befanden sich Ende 2025 noch in der Planungsphase, nur ein Drittel war in die aktive Umsetzung übergegangen. Kritiker werfen der Regierung vor, ein Großteil der Mittel stelle keine echten Neuinvestitionen dar, sondern werde lediglich aus bestehenden Haushaltsmitteln umgeschichtet.
Auch die Rüstungsausgaben steigen deutlich: Von 21,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 sollen sie bis 2029 auf 103,5 Milliarden anwachsen. Die Regierung begründet die Investitionen mit einem erwarteten Wachstumseffekt für die deutsche Wirtschaftsleistung von etwa einem halben Prozentpunkt kurzfristig.
Die Lockerung der Schuldenbremse ermöglicht großangelegte Kreditaufnahmen für Infrastruktur- und Klimaprojekte, während die Militärausgaben ebenfalls stark steigen. Diese finanziellen Weichenstellungen dürften in naher Zukunft messbare wirtschaftliche Auswirkungen haben.






