05 June 2026, 11:32

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohngleichheit – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohngleichheit – was jetzt passiert

Deutschland hat die EU-Frist für die Umsetzung der Lohngleichheitsrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni 2023 in Kraft treten sollen, doch Verzögerungen bei der Abstimmung haben den Prozess zurückgeworfen. Mittlerweile bestätigen Beamte, dass das Land den ursprünglichen Zeitplan nicht einhalten wird.

Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz zielt darauf ab, Gehaltsunterschiede offenzulegen, indem Unternehmen verpflichtet werden, Informationen zu Vergütungen zu veröffentlichen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte bereits Vorarbeiten für die Gesetzgebung eingeleitet. Weitere Beratungen sind jedoch nötig, bevor die Regelungen finalisiert werden können.

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Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, hat die Entwicklung der Richtlinie genau verfolgt. Vor ihrer aktuellen Position arbeitete sie im Technologie-Ressort des Manager Magazins, wo sie ausführlich über die KI-Branche berichtete. In ihren aktuellen Artikeln untersucht sie häufig, wie künstliche Intelligenz Arbeitsmärkte umgestaltet und welche gesellschaftlichen Folgen moderne Arbeitsformen mit sich bringen.

Durch die Verzögerung des Ministeriums müssen Unternehmen und Beschäftigte länger auf klarere Standards bei der Gehaltsberichterstattung warten. Ein neuer Zeitplan für die Umsetzung steht bisher noch nicht fest.

Die verpasste Frist bringt Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern bei der Transparenzoffensive ins Hintertreffen. Bis zur Übernahme der Richtlinie gelten weiterhin die bestehenden Regeln zur Gehaltsmeldung. Wann der Gesetzgebungsprozess wiederaufgenommen wird, hat das Ministerium bisher nicht mitgeteilt.

Quelle