Deutschland verlängert Grenzkontrollen – 35.000 Abweisungen und Tausende Festnahmen
Claudia SeidelDeutschland verlängert Grenzkontrollen – 35.000 Abweisungen und Tausende Festnahmen
Deutschland hat seine Grenzkontrollen aufgrund anhaltender internationaler Spannungen verlängert. Seit ihrer Einführung wurden 35.000 Menschen abgewiesen und Tausende mit offenen Haftbefehlen festgenommen. Unterdessen äußerte sich Innenminister Alexander Dobrindt zu Sicherheitsbedenken im Vorfeld der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft.
Die Grenzkontrollen bestehen bereits seit einiger Zeit und zeigen spürbare Erfolge: Fast 9.000 gesuchte Straftäter und über 1.400 mutmaßliche Schleuser wurden gestoppt. Trotz dieser Maßnahmen betont die Regierung, Deutschland bleibe ein sicheres Land – mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen für Großveranstaltungen wie Public-Viewing-Zonen und das Oktoberfest.
Dobrindt nahm auch zur WM Stellung, die von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet wird. Er räumte ein, dass eine erfolgreiche deutsche Mannschaft die Stimmung im Land mehr heben könnte als eine schwache Leistung. Allerdings zweifelte er daran, dass das Turnier selbst die Grundstimmung der Bevölkerung entscheidend verändern werde. Der Minister rief die Spieler dazu auf, sich auf den Sport zu konzentrieren und politische Themen außen vor zu lassen.
Zu den Sicherheitsrisiken erklärte Dobrindt, der Konflikt im Iran stelle derzeit keine direkte Bedrohung für Fanveranstaltungen in Deutschland dar. Die Regierung beobachte zwar weiterhin extremistische Gruppen und Personen mit Iran-Bezug, konkrete Gefahrenlagen gebe es jedoch nicht.
Die Grenzkontrollen bleiben vorerst aufrechterhalten. Im Fokus steht weiterhin die WM, wobei die Behörden sowohl die Sicherheit gewährleisten als auch die Nationalmannschaft ermutigen, bis ins Finale vorzudringen. Die Schutzmaßnahmen gelten gleichermaßen für den täglichen Grenzverkehr wie für große öffentliche Veranstaltungen.







