17 June 2026, 19:43

Deutschland diskutiert Fracking-Rückkehr für mehr heimisches Erdgas bis 2025

Studie: Fracking könnte die Gasversorgung auf lange Sicht stärken

Deutschland diskutiert Fracking-Rückkehr für mehr heimisches Erdgas bis 2025

Deutschland erwägt Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – als Möglichkeit, die heimische Erdgasversorgung zu steigern. Derzeit deckt das Land nur einen kleinen Teil seines Gasbedarfs selbst, doch durch Fracking könnte dieser Anteil bis 2025 erhöht werden. Die Aufhebung des bestehenden Verbots wäre der erste Schritt, um diese Option zu prüfen.

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Aktuell stammt lediglich 4,2 Prozent des in Deutschland verbrauchten Gases aus eigener Förderung. Experten schätzen, dass Fracking bis 2025 zwischen 6 und 12 Prozent des prognostizierten Gasverbrauchs des Landes decken könnte – mit einer möglichen Jahresproduktion von 5 bis 10 Milliarden Kubikmetern.

Deutschland verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, doch deren Förderung würde Hunderte neuer Bohrlöcher erfordern. Der Aufbau einer vollständigen Fracking-Industrie würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen, sodass die Methode weder kurzfristige Gasengpässe mildern noch die Preise spürbar senken könnte. Zudem wäre die Aufhebung des aktuellen Fracking-Verbots notwendig, um Probebohrungen zu ermöglichen.

Bei Einhaltung strenger Auflagen gelten die Umweltrisiken als gering. Unklar bleibt jedoch, ob sich Fracking in Deutschland ohne staatliche Subventionen wirtschaftlich rechnet.

Langfristig könnte Fracking die Gasversorgungssicherheit Deutschlands stärken. Doch sein Erfolg hinge von regulatorischen Änderungen, Investitionen und Zeit ab. Bis eine großflächige Förderung möglich wäre, müsste das Land noch Jahre in den Ausbau der notwendigen Infrastruktur investieren.

Quelle