30 April 2026, 20:07

Deutsches Wirtschaftswachstum 2026: Materialengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus

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Deutsches Wirtschaftswachstum 2026: Materialengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete zu Beginn des Jahres 2026 ein moderates Wachstum: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Anstieg 0,5 Prozent. Dennoch kämpfen viele Branchen weiterhin mit der Beschaffung essenzieller Rohstoffe und Materialien.

Im Januar 2026 gaben nur 5,8 Prozent der Unternehmen an, von Materialengpässen betroffen zu sein. Bis April verschärfte sich die Lage jedoch deutlich: 13,8 Prozent der Industriebetriebe hatten Schwierigkeiten, notwendige Vorprodukte zu beziehen.

Besonders hart trifft es die chemische Industrie – hier klagten 31,1 Prozent der Hersteller über Lieferengpässe. Es folgten die Hersteller von Elektroausrüstungen mit 17,2 Prozent sowie der Maschinenbau, wo 14,8 Prozent der Unternehmen mit Versorgungsproblemen konfrontiert waren.

Auch in anderen Sektoren macht sich der Mangel bemerkbar: In der Kautschuk- und Kunststoffbranche meldeten 22,9 Prozent der Betriebe Engpässe. Bei Glas- und Keramikherstellern lag die Quote bei 4,2 Prozent, während Textilproduzenten mit 4,1 Prozent leicht darunter lagen.

Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs bleiben Materialknappheiten ein hartnäckiges Problem für Schlüsselbranchen in Deutschland. Die deutliche Zunahme der Betroffenenzahlen zwischen Januar und April deutet darauf hin, dass sich die Belastungen in den Lieferketten in den letzten Monaten weiter verschärft haben. Besonders betroffen sind die chemische Industrie, die Elektroausrüster sowie die Kautschukproduktion.

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