Deutsche lehnen höhere Rentenalter ab – trotz Kompromissvorschlag der Kommission
Emilia KönigDeutsche lehnen höhere Rentenalter ab – trotz Kompromissvorschlag der Kommission
Eine aktuelle Umfrage zeigt deutliche Ablehnung unter Deutschen gegenüber einer Erhöhung des Renteneintrittsalters. Die Rentenkommission hat zwar eine schrittweise Anhebung vorgeschlagen, doch die öffentliche Unterstützung bleibt gering.
Die Rentenkommission regt an, das Renteneintrittsalter zwischen 2031 und 2041 um jeweils sechs Monate zu erhöhen. Dennoch lehnen 62 Prozent der Deutschen eine solche Anpassung ab. Nur 29 Prozent befürworten den Plan, das Alter auf 67,5 Jahre anzuheben.
Die Ablehnung variiert je nach politischer Ausrichtung. Unter AfD-Anhängern sprechen sich 84 Prozent gegen die Änderung aus, während 77 Prozent der Wähler der Linken ebenfalls dagegen sind. Demgegenüber unterstützen 58 Prozent der Unions-Wähler und 55 Prozent der Grünen-Wähler die Idee. Auch regionale Unterschiede zeigen sich: 73 Prozent der Ostdeutschen lehnen den Vorschlag ab.
Besonders stark ist der Widerstand bei Erwerbstätigen – 68 Prozent sprechen sich gegen die Maßnahme aus.
Der Vorschlag stößt in weiten Teilen der Bevölkerung auf erhebliche Vorbehalte. Sollte er umgesetzt werden, würde die Anhebung schrittweise über ein Jahrzehnt erfolgen. Selbst in einigen politischen Lagern bleiben die Befürworter in der Minderheit.
