Deutsche Bahn zahlt 17,3 Millionen Euro an Ex-Vorstände – wer profitierte am meisten?
Claudia SeidelDeutsche Bahn zahlt 17,3 Millionen Euro an Ex-Vorstände – wer profitierte am meisten?
Die neuesten Finanzberichte der Deutschen Bahn zeigen erhebliche Auszahlungen an ihre Spitzenmanager im Jahr 2024. Die Gesamtvergütung für den gesamten Vorstand belief sich auf rund 17,3 Millionen Euro. Mehrere hochkarätige Abgänge und Abfindungsregelungen trugen zu dieser Summe bei.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Richard Lutz erhielt mit 5,5 Millionen Euro die höchste Einzelzahlung. Sein Festgehalt lag bei 1,4 Millionen Euro, ergänzt durch 570.000 Euro an Boni und eine Abfindung in Höhe von 3,5 Millionen Euro.
Drei weitere Vorstandsmitglieder – Daniela Gerd tom Markotten, Berthold Huber und Sigrid Nikutta – verließen das Unternehmen ebenfalls mit Abfindungsvereinbarungen. Ihre Abfindungspakete summierten sich zusammen auf 11,3 Millionen Euro.
Die Gesamtbezüge des aktuellen Vorstands beliefen sich auf knapp 3,7 Millionen Euro. Die neue Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla verdiente 2024 inklusive Boni 1,17 Millionen Euro. Der langjährige Finanzvorstand Martin Seiler bezog für das Jahr 1,22 Millionen Euro.
Karin Dohm, die das Amt der Finanzvorständin nur kurzzeitig innehatte, schied bereits nach vier Monaten aus der Position aus.
Die Zahlen unterstreichen die beträchtlichen finanziellen Verpflichtungen, die mit den Führungswechseln bei der Deutschen Bahn verbunden sind. Angesichts mehrerer Abfindungsvereinbarungen und hoher Gehälter bleibt die Vorstandsvergütung ein erheblicher Kostenfaktor. Das neue Führungsteam arbeitet nun mit einer geringeren Gesamtvergütung als seine Vorgänger.






