Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut
Claudia SeidelDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut
Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr unverändert bleiben. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die anhaltende Energiekrise. Doch bereits jetzt kritisieren Fahrgastvertreter den Schritt als unzureichend.
In einer aktuellen Stellungnahme bestätigte Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla die Preissperre. Sie erläuterte, dass die Maßnahme die finanzielle Belastung der Reisenden während der Energiekrise verringern solle.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender der Fahrgastorganisation Pro Bahn, bezeichnete die Ankündigung als enttäuschend. Er argumentierte, dass stabile Preise wenig dazu beitrügen, die anhaltenden Verspätungen und Zugausfälle zu lösen. Neuß forderte stattdessen eine zeitlich begrenzte Preissenkung, um die Fahrgäste wirksamer zu entlasten.
Zudem kritisierte Neuß die Unberechenbarkeit der Ticketkosten. Die Preise im Fernverkehr würden je nach Strecke und Nachfrage stark schwanken, ohne dass es ein einheitliches Preissystem gebe. Daher bleibe unklar, ob die Preissperre tatsächlich zu niedrigeren dynamischen Ticketpreisen führe.
Die Preisgarantie tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate. Trotz der Maßnahme bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Angebots und der tatsächlichen Entlastung für die Fahrgäste. Pro Bahn setzt sich weiterhin für tiefgreifendere Reformen ein, die den Reisenden zugutekommen.






