Dehoga-Präsident Schimke fordert rasche Reformen des Arbeitszeitgesetzes
Noah WernerDehoga-Präsident Schimke fordert rasche Reformen des Arbeitszeitgesetzes
Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Guido Zöllick – bekannt als Schimke –, hat scharfe Kritik an mehreren Vorschlägen zur Arbeitsmarktpolitik geübt. Er fordert, dass dringende Reformen, darunter das Arbeitszeitgesetz, Vorrang vor anderen derzeit diskutierten Plänen erhalten müssten.
Schimke betonte die Notwendigkeit schnellen Handelns seitens der Politik und warnte, dass die Zeit davonläufe. Er hofft, dass der Krisengipfel im Kanzleramt noch vor der Sommerpause ein klares Bekenntnis zu einer einheitlichen Wochenarbeitszeit bringen wird. Von den Spitzenvertretern der Koalition wird erwartet, dass sie die vereinbarten Reformen ohne Verzögerung vorantreiben.
Besonders deutlich wies er den Vorschlag der DGB-Chefin Yasmin Fahimi zurück, betriebliche Altersvorsorge verpflichtend einzuführen. Schimke zufolge würde ein solcher Schritt weder das Wachstum fördern noch die Beschäftigungschancen verbessern. Stattdessen würde er den bürokratischen Aufwand erhöhen und die realen Kosten für Unternehmen in die Höhe treiben. Auch die Idee, der „Klassenkampf“ könne die Wirtschaft stärken, wies er zurück: Was die Gewerkschaften wirklich bräuchten, seien Pragmatismus und stabile Arbeitsplätze.
Der Branchenverband teilt Schimkes Bedenken gegenüber weiteren Vorhaben, die die Arbeitskosten erhöhen könnten. Beide sehen darin potenzielle Risiken für die wirtschaftliche Stabilität.
Schimkes Warnungen verdeutlichen die Spannung zwischen Arbeitsmarktreformen und Kostensorgen. Der Krisengipfel könnte entscheiden, ob eine einheitliche Wochenarbeitszeit bald eingeführt wird – mit weitreichenden Folgen für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.






