Daiichi Sankyo investiert trotz Politik-Kritik eine Milliarde Euro in Bayerns Pharma-Standort
Claudia SeidelDaiichi Sankyo investiert trotz Politik-Kritik eine Milliarde Euro in Bayerns Pharma-Standort
Daiichi Sankyo bekräftigt Milliardeninvestition in Bayern – trotz Kritik an Gesundheitspolitik
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat seine Pläne zur Erweiterung des Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen (Bayern) erneut bestätigt. Trotz aktueller Kritik an der deutschen Gesundheitspolitik will das Unternehmen rund eine Milliarde Euro in den Standort investieren – eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Benoit Creveau, Deutschland-Chef von Daiichi Sankyo, bezeichnete den Entwurf für die geplante Krankenkassenreform zwar als „enttäuschend“, betonte jedoch die anhaltende Bedeutung Deutschlands für die Branche.
Daiichi Sankyo ist mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans. Das Werk in Pfaffenhofen ist die größte Produktionsstätte des Konzerns außerhalb Japans. Creveau schloss einen Stopp der Ausbaupläne kategorisch aus. Als entscheidende Gründe für die Investition nannte er langjährige Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen, den Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften sowie zuverlässige Zulieferer.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der andere Pharmaunternehmen wie Eli Lilly und Boehringer Ingelheim ihre Investitionspläne in Deutschland aufgrund von Vorbehalten gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung zurückfahren. Daiichi Sankyo hingegen wird die Milliardeninvestition in Pfaffenhofen wie geplant umsetzen. Trotz der Bedenken zur Krankenkassenreform bleibt Deutschland für das Unternehmen ein strategisch wichtiger Markt. Mit der Erweiterung will der Konzern seine Position in Europa weiter stärken.
