Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-TV
Claudia SeidelDagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im deutschen Schlager-TV
Dagmar Frederic, Schlager-Ikone mit über sechs Jahrzehnten Bühnenerfahrung, kritisiert die mangelnde Vielfalt in deutschen TV-Musikshows. Die Sängerin, bekannt für ihr breites Repertoire von Schlager-Klassikern über Musicals bis hin zu Chansons, übt scharfe Kritik an der ständigen Präsenz derselben Stars – verteidigt aber gleichzeitig Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella.
Frederic, die selbst nie in Shows von Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast war, bleibt trotzdem aktiv und steht bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne. Dass sie in den großen Formaten nicht auftritt, führt sie nicht darauf zurück, sich bei Moderatoren "anbiedern" zu müssen.
2026 dominieren im deutschen Fernsehen wieder hochkarätige Schlager-Formate wie Schlagerchampions, Schlagerbooom oder das Adventsfest der 100.000 Lichter. Während Giovanni Zarrella beim ZDF gleich sechs Musiksendungen moderiert, ist Silbereisen bei der ARD mit vier Formaten vertreten. Frederic macht jedoch nicht die Moderatoren für die sich wiederholenden Gäste-Listen verantwortlich, sondern die Redaktionen hinter den Shows.
Zwar versteht sie die wirtschaftliche Logik, auf bekannte Gesichter zu setzen – doch sie plädiert dafür, mehr neuen Talenten eine Chance zu geben. Erst kürzlich sorgte die 80-Jährige mit einer schlagfertigen Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen und bewies damit, dass ihr markanter Humor ungebrochen ist.
Trotz einer bescheidenen Rente tourt Frederic weiter und beweist damit ihre ungebrochene Leidenschaft für die Bühne. Ihre Kritik unterstreicht die anhaltende Debatte über mehr Abwechslung im Schlager-TV. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und ihrer direkten Art bleibt sie eine der prägendsten Stimmen der Branche.






