26 March 2026, 22:06

Cyberrisiken bei Elektroautos: Warum Hacker ganze Flotten bedrohen könnten

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Cyberrisiken bei Elektroautos: Warum Hacker ganze Flotten bedrohen könnten

Elektroautos sehen sich wachsenden Bedenken wegen Cyberrisiken ausgesetzt

Trotz erheblicher Fortschritte in den letzten Jahren bleiben Elektrofahrzeuge (EVs) anfällig für Cyberangriffe. Experten warnen, dass Hacker Sicherheitslücken in der Software ausnutzen könnten, um ganze Fahrzeugflotten zu stören – obwohl in den vergangenen fünf Jahren keine bestätigten Angriffe in der realen Welt bekannt wurden. Die Branche hat zwar ihre Abwehrmechanismen verstärkt, doch in einigen vernetzten Systemen bestehen weiterhin Schwachstellen.

In den letzten 15 Jahren hat sich die IT-Sicherheit bei vernetzten Autos deutlich verbessert. Klare Vorschriften regeln nun die Cybersicherheit, und die Hersteller arbeiten gemeinsam daran, verbleibende Risiken zu minimieren. Dennoch gibt es nach wie vor Lücken – insbesondere bei Programmierschnittstellen (APIs), wo unzureichende Authentifizierung oder die alleinige Abhängigkeit von der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) unbefugten Zugriff ermöglichen können.

Ein aktueller Bericht hebt hervor, dass Elektroautos besonders gefährdet sind. Theoretisch könnten Angreifer anfällige APIs ausnutzen, um Funktionen wie die Heizung in tausenden Fahrzeugen aus der Ferne auf maximale Leistung zu schalten und so die Batterien zu entladen. Professor Christoph Krauss, Experte für Cybersicherheit, warnt, dass Hacker sogar ganze Baureihen lahmlegen könnten, indem sie über Software-Schnittstellen in die IT-Systeme der Fahrzeuge eindringen.

Trotz dieser Bedenken überwiegen die Sicherheitsvorteile vernetzter Funktionen nach wie vor das Risiko von Cyberangriffen. Vernetzte Fahrerassistenzsysteme haben die Unfallzahlen deutlich reduziert – ein Nutzen, der die potenziellen digitalen Bedrohungen aufwiegt. Durch branchenweite Zusammenarbeit und strengere Standards werden die Schutzmaßnahmen kontinuierlich verbessert, auch wenn Experten betonen, dass kein System vollständig immun ist.

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Kontrollierte Tests wie der Pwn2Own Automotive 2026-Wettbewerb haben theoretische Schwachstellen aufgedeckt. Dennoch wurden zwischen 2021 und 2026 keine bestätigten Fälle erfolgreicher Hackerangriffe über API-Lücken dokumentiert.

Die Automobilindustrie hat zwar Fortschritte bei der Absicherung vernetzter Fahrzeuge gemacht, doch Risiken bleiben bestehen. Hersteller und Cybersicherheitsforscher arbeiten weiterhin daran, die Abwehr zu verfeinern, um großflächige Angriffe zu verhindern. Aktuell überwiegen die Sicherheitsgewinne durch vernetzte Fahrzeugtechnologien noch die nachgewiesenen Bedrohungen durch Cyberkriminalität.

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