CSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Kritik Debatte über Studienförderung aus
Claudia SeidelCSU-Politikerin Bäder löst mit BAföG-Kritik Debatte über Studienförderung aus
Dorothee Bäder, eine führende CSU-Politikerin, hat mit ihren jüngsten Äußerungen zur Studienförderung eine Debatte ausgelöst. In einem Interview Ende Mai stellte sie die Notwendigkeit höherer BAföG-Zahlungen infrage und bezeichnete Studierende als „sehr privilegiert“. Ihre Aussagen sorgen für Aufsehen – nicht zuletzt, weil der Widerstand gegen die Reform aus den eigenen Reihen kommt.
Die 46-Jährige zählt seit Langem zu den aufstrebenden Persönlichkeiten der deutschen Politik. Mit nur 24 Jahren zog sie in den Bundestag ein und war damals die jüngste CSU-Abgeordnete.
Bäders politische Laufbahn begann früh. 1978 geboren, trat sie mit 14 der Schülerunion bei und studierte später Politikwissenschaft in München. Ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung ermöglichte ihr das Studium, das sie 2006 mit Bestnoten abschloss – mit einer 1,5 im Fach Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Zeit dort war nicht ohne Herausforderungen, da ihre konservativen Ansichten gelegentlich mit dem vorherrschenden politischen Klima an der Hochschule kollidierten.
Schon mit 23 Jahren sicherte sie sich einen Platz im CSU-Vorstand. Ein Jahr später zog sie in den Bundestag ein und wurde damit eine der jüngsten Abgeordneten der jüngeren Geschichte.
Ihre jüngsten Aussagen haben für Wirbel gesorgt. Im Interview wies Bäder Bedenken zur Studienfinanzierung zurück und argumentierte, dass ein Nebenjob während des Studiums „keine Tragödie“ sei, sondern wertvolle Erfahrungen biete. Zudem deutete sie an, dass die Regierungsfraktionen die BAföG-Reform nicht mehr unterstützten – die SPD betonte jedoch umgehend ihre weiterhin bestehende Zustimmung. Besonders bemerkenswert ist die Kritik, da sich der Widerstand gegen die Pläne auch innerhalb ihrer eigenen Partei, der CSU, formiert.
Bäders Aussagen bringen sie in Konflikt mit Koalitionspartnern und Studierendenvertretungen. Die interne CSU-Opposition gegen die BAföG-Reform verkompliziert die Debatte zusätzlich. Angesichts ihrer langen politischen Erfahrung werden ihre Positionen zur Bildungsfinanzierung voraussichtlich auch in den kommenden Monaten ein zentrales Diskussionsthema bleiben.






