Commerzbank kündigt Mietvertrag nach AfD-Einladung durch Familienunternehmer
Claudia SeidelCommerzbank kündigt Mietvertrag nach AfD-Einladung durch Familienunternehmer
Die Commerzbank hat einen Mietvertrag mit dem Wirtschaftsverband Die Familienunternehmer für eine geplante Veranstaltung im nächsten Jahr gekündigt. Der Schritt erfolgte, nachdem der Verband Mitglieder der rechtsextremen AfD zu einer kürzlichen Zusammenkunft eingeladen hatte. Zwar gibt es von keiner Seite eine offizielle Bestätigung der Stornierung, doch aus Kreisen heißt es, die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit der Beteiligung der AfD.
Die abgesagte Veranstaltung sollte in einer Filiale der Commerzbank im Berliner Zentrum stattfinden. Die Familienunternehmer, die 180.000 familiengeführte Betriebe in ganz Deutschland vertritt, hatte zuvor bereits eine von der AfD organisierte Diskussionsrunde ausgerichtet. Dies löste Kritik aus der Politik aus, darunter von Sebastian Roloff, dem wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD, der die Normalisierung der rechtsextremen Partei scharf verurteilte.
Der Konflikt verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen Wirtschaftsverbänden und der AfD. Mit ihrer Entscheidung sendet die Commerzbank ein klares Signal zu ihrer Haltung gegenüber der rechtsextremen Partei. Der Verband Die Familienunternehmer betont indes, man werde den Dialog mit Abgeordneten fortsetzen – wenn auch unter strengeren Auflagen.