Chaos beim Fusion Festival: Brände, Drogenrazzien und Evakuierung von 65.000 Besuchern
Emilia KönigChaos beim Fusion Festival: Brände, Drogenrazzien und Evakuierung von 65.000 Besuchern
Behörden melden zahlreiche Vorfälle beim diesjährigen Fusion Festival bei Neustrelitz
Bei dem diesjährigen Fusion Festival in der Nähe von Neustrelitz kam es zu mehreren Zwischenfällen. Polizei und Zollbeamte führten umfangreiche Kontrollen durch, die zu Festnahmen, Drogenfunden und Strafverfahren führten. Die Veranstaltung selbst wurde am Donnerstagabend durch Brände unterbrochen, die eine vorübergehende Evakuierung erzwangen.
Das Festival begann unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um die Menschenmengen zu überwachen. Bei stichprobenartigen Kontrollen registrierten die Beamten zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitstatbestand, meist im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Zudem wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland identifiziert.
Der Zoll leitete weitere Maßnahmen ein und eröffnete 24 Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Cannabiskonsumgesetz. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine. In acht separaten Fällen wurden Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet.
Auch zu öffentlichen Rüstigkeiten kam es: Eine mobile Polizeistation wurde mit Graffiti besprüht, wobei ein Schaden von etwa 500 Euro entstand. Bei einer weiteren Auseinandersetzung wurde ein Beamter bei der Beweissicherung angegriffen und leicht verletzt. Gleichzeitig deckten Verkehrskontrollen rund um das Festivalgelände 48 Fälle von Drogenfahrten auf.
Am Donnerstagabend musste das Festival vorübergehend unterbrochen werden, nachdem mehrere Brände ausgebrochen waren. Alle 65.000 Besucher wurden auf ein nahegelegenes Flugfeld evakuiert. Die Veranstalter bestätigten später, dass der Abzug aller Festivalteilnehmer bis Mittwoch abgeschlossen sein würde.
Das Festival endete mit einem starken Polizeiaufgebot und zahlreichen rechtlichen Konsequenzen. Die Behörden gingen gegen drogenbezogene Straftaten, Sachbeschädigungen und Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit vor. Die Evakuierung und der anschließende Abzug der Besucher markierten das Ende einer turbulent verlaufenen Veranstaltung.
