23 April 2026, 02:07

CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Reformen beim sozialen Wohnungsbau

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnpreisen zu Einkommen pro Kopf in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Reformen beim sozialen Wohnungsbau

Ein Wirtschaftsverband mit Verbindungen zur deutschen CDU hat weitreichende Änderungen der Regeln für den sozialen Wohnungsbau gefordert. Der Wirtschaftsrat der CDU kritisiert, dass das aktuelle System ungerecht sei und es besser Verdienenden erlaube, unbegrenzt in subventionierten Wohnungen zu bleiben. Zu den Vorschlägen gehören neue Abgaben für Mieter sowie eine Lockerung der Mietpreisbremse.

Nach geltendem Recht dürfen Mieter in Sozialwohnungen auch dann in ihren Wohnungen bleiben, wenn ihr Einkommen steigt. Der Wirtschaftsrat der CDU argumentiert, dies führe zu einer Fehlverteilung von Ressourcen und benachteilige Bedürftigere. In einem Positionspapier, das der Mietrechtskommission vorgelegt werden soll, werden mehrere Reformen skizziert.

Die Gruppe schlägt die Einführung einer "Fehlbelegungsabgabe" für Mieter vor, deren Einkommen bestimmte Grenzen überschreitet. Zudem soll die Mietpreisbremse abgeschafft oder gelockert werden, um Vermietern höhere Mietpreiserhöhungen als bisher zu ermöglichen. Ein weiterer Vorschlag sieht eine Überprüfung des Modernisierungsumlags vor, der es Vermietern derzeit erlaubt, Sanierungskosten auf die Mieter umzulegen.

Neben diesen Änderungen befürwortet der Wirtschaftsrat eine Stärkung der sozialen Wohlfahrtsprogramme. Ziel sei es, Marktfexibilität mit finanzieller Unterstützung für einkommensschwache Haushalte in Einklang zu bringen.

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Sollten die Reformen umgesetzt werden, würde sich das System des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland grundlegend ändern. Mieter mit höherem Einkommen müssten mit neuen Abgaben rechnen, während die Mietpreisbremse an Wirkung verlieren würde. Die Vorschläge gehen nun an die Mietrechtskommission zur weiteren Beratung.

Quelle