02 April 2026, 16:05

CDU-Politiker Bommert stürzt über Wehrmacht-Video und AfD-Spott in die Krise

Schwarz-weißes Porträt eines Mannes in militärischer Uniform mit Schnurrbart, identifiziert als Friedrich V. von Berlin, mit Text unten.

CDU-Politiker Bommert stürzt über Wehrmacht-Video und AfD-Spott in die Krise

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist wegen der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern auf Instagram heftig in die Kritik geraten. Die Kontroverse verschärfte sich, nachdem ein separater WhatsApp-Status, der als herablassend gegenüber AfD-Wählern interpretiert wurde, im September 2024 zu seinem Rücktritt als Landesparteivorsitzender führte. Die Vorfälle haben interne Streitigkeiten ausgelöst und werfen Fragen zur Haltung der CDU gegenüber rechtsextremen Strömungen im Vorfeld der Landtagswahl 2025 auf.

Die erste Affäre begann, als Bommert ein Video veröffentlichte, das Enthusiasten in Uniform auf historischen Wehrmacht-Motorrädern zeigt. Der Clip wurde zwar später gelöscht, hatte jedoch bereits öffentliche Empörung ausgelöst. Zunächst weigerte sich Bommert, dazu Stellung zu nehmen.

Die CDU reagierte mit einem offiziellen Verweis, enthob ihn jedoch nicht von seinen Parteiämtern. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte die Inhalte scharf und erklärte, er "distanziere sich auf das Entschiedenste von Material dieser Art". Bretz kündigte zudem eine interne Überprüfung sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an.

Weitere Kritik folgte auf einen WhatsApp-Status Bommerts, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete – darunter die Grünen-Politiker Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang. Beobachter werteten dies als Spott gegenüber AfD-Anhängern. Unter Druck gab Bommert zu, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.

Die Krise eskalierte im September 2024, als Bommert auch als CDU-Landesvorsitzender in Brandenburg zurücktrat. Sein Rückzug löste einen innerparteilichen Führungsstreit aus, den schließlich Friede Brömel für sich entschied. Die Vorgänge haben die Debatte innerhalb der CDU über den Umgang mit der rechtspopulistischen AfD im Wahlkampf 2025 neu entfacht.

Bommert bleibt zwar CDU-Mitglied, hat aber nach zwei getrennten Skandalen zentrale Positionen verloren. Die Partei hat eine Rüge ausgesprochen, interne Gespräche angekündigt und bereits personelle Veränderungen vorgenommen. Die Vorfälle prägen weiterhin die politische Strategie der CDU, während sich Brandenburg auf die Landtagswahl im kommenden Jahr vorbereitet.

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