25 April 2026, 02:05

CDU-Politiker Amthor fordert klare feministische Haltung seiner Partei

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit einer Frau in der Mitte sitzend und anderen Frauen um sie herumstehend.

CDU-Politiker Amthor fordert klare feministische Haltung seiner Partei

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Haltung einzunehmen. Er warnte davor, die Diskussion über Gleichberechtigung allein linken Gruppen zu überlassen. Seine Forderung kommt zu einer Zeit, in der die Sorge über rechtsextreme Widerstandsbewegungen gegen gesellschaftlichen Fortschritt wächst.

Amthor betonte die Notwendigkeit, errungene Fortschritte in der Frauenrechtspolitik zu verteidigen. Gleichzeitig wies er auf anhaltende Doppelstandards hin, etwa dass Frauen häufiger wegen ihres Äußeren bewertet werden, während Männer vor allem nach ihren Argumenten beurteilt werden.

In jüngsten Stellungnahmen kritisierte Amthor die rechtspopulistische AfD, die seiner Ansicht nach die erreichten Erfolge bei der Gleichstellung gefährdet. Er forderte, dass CDU und Unionsfraktion feministische Positionen klar unterstützen müssten. Gleichzeitig lehnte er verbindliche Frauenquoten auf Kandidatenlisten ab und bezeichnete diese als verfassungswidrig.

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Seine aktuelle Position steht im Kontrast zu früheren Handlungen: 2023 setzte er sich etwa für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein. Zudem lehnte er zentrale feministische Forderungen ab, darunter die Streichung des Strafrechtsparagraphen zu Abtreibungen sowie die Lockerung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche.

Nun pocht Amthor darauf, dass sich die CDU stärker mit Gleichstellungsthemen auseinandersetzen müsse. Er rief zu mehr Bewusstsein auf und forderte Männer auf, sich aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen. Diese Tonänderung spiegelt die innerparteilichen Debatten über die sozialpolitische Ausrichtung wider.

Amthors Äußerungen deuten auf einen Vorstoß hin, die Rolle der CDU in der Gleichstellungspolitik neu zu definieren. Zwar lehnt er bestimmte feministische Forderungen ab, doch will er, dass die Partei das Thema aktiv mitgestaltet. Die Diskussion wird voraussichtlich anhalten, während die CDU versucht, traditionelle Standpunkte mit sich wandelnden gesellschaftlichen Erwartungen in Einklang zu bringen.

Quelle