18 April 2026, 00:12

Bundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse

Alte Postkarte mit einer Briefmarke aus Leipzig, Deutschland, an ein Krankenhaus adressiert, mit Text und postalischen Markierungen.

Bundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse

Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Betroffen sind Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen, die in Deutschland arbeiten. Befürworter argumentieren, dass das Gesetz Bürokratie abbaue und das Verfahren für im Ausland ausgebildete Fachkräfte vereinfache.

Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Unterstützung erhielt er von der Regierungskoalition sowie den Grünen. Lediglich die rechtspopulistische AfD lehnte das Vorhaben ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.

Das Gesetz sieht drei zentrale Neuerungen vor: die Straffung der Verfahren, die Vereinheitlichung der Anforderungen und die Digitalisierung der Antragsunterlagen. Zudem erhalten die Bundesländer die Möglichkeit, die Sprachkenntnisse von Bewerbern aus Drittstaaten bereits während der Berufsausbildung zu prüfen.

Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung treten die neuen Regelungen am 1. November 2026 in Kraft.

Ziel der Reform ist es, ausländischen Fachkräften im Gesundheitswesen den Berufseinstieg in Deutschland zu erleichtern. Durch weniger Bürokratie und digitale Prozesse erwartet die Bundesregierung schnellere Anerkennungsverfahren. Nach Umsetzung wird das Gesetz für mehrere medizinische Berufe gelten.

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