12 April 2026, 14:10

Bundesregierung warnt vor Dieselknappheit durch Golfkonflikt bis Mai

Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischen Erdgasimporten nach Ländern zeigt, mit Prozentangaben für jedes Land.

Bundesregierung warnt vor Dieselknappheit durch Golfkonflikt bis Mai

Die deutsche Bundesregierung hat vor möglichen Dieselknappheiten bis Ende April oder Mai gewarnt, falls sich die Spannungen in der Golfregion weiter zuspitzen. Zwar betonen Beamte, dass die aktuellen Bestände stabil seien, doch wachsen die Sorgen vor möglichen Lieferengpässen. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus haben Befürchtungen über die langfristige Treibstoffversorgung geschürt.

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Deutschland ist bei der Treibstoffversorgung stark von seinen eigenen Raffinerien abhängig, die rund 90 Prozent des Dieselbedarfs decken. Benzin wird sogar vollständig aus heimischer Produktion bereitgestellt, da die Raffinerien etwas mehr produzieren, als das Land verbraucht. Trotz dieser weitgehenden Selbstversorgung hat das Wirtschaftsministerium signalisiert, dass anhaltende Instabilität in der Golfregion die Lieferketten gefährden könnte.

Die Auswirkungen des Konflikts auf die Schifffahrtsrouten haben bereits einige Importe eingeschränkt. Sollten die USA zusätzliche Ölexporte stoppen, könnten deutsche Tankstellen mit Versorgungsengpässen konfrontiert werden. Zwar haben US-Beamte, darunter Energieministerin Jennifer Granholm und Innenminister Ryan Zinke, betont, dass es keine Pläne für Exportbeschränkungen gebe, doch bleibt die politische Unsicherheit bestehen.

Michael Kellner, ein hochrangiger Vertreter des Wirtschaftsministeriums, kritisierte die Haltung der Regierung als zu optimistisch. Er warnte, dass ein möglicher Druck des früheren US-Präsidenten Donald Trump die Energiemärkte weiter destabilisieren könnte. Die aktuelle Einschätzung des Ministeriums geht zwar von keinen unmittelbaren physischen Engpässen aus, doch könnte sich die Lage schnell ändern.

Aktuell bleibt die Treibstoffversorgung in Deutschland dank der starken inländischen Produktion gesichert. Ein länger andauernder Golfkonflikt oder politische Kurswechsel in den USA könnten die Verfügbarkeit jedoch bis zum späten Frühling beeinträchtigen. Die Regierung beobachtet die Entwicklung weiterhin genau, doch bestehen weiterhin Risiken für Lieferengpässe, sollten sich die externen Spannungen verschärfen.

Quelle