Bundesregierung schweigt zunächst zu Maduros Festnahme – dann kommt zögerliche Reaktion

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Eine Person in der Vordergrund hält eine Tafel mit Schrift darauf, steht auf dem Boden, während andere Personen im Hintergrund Schilder halten, was auf eine Demonstration hinweist.

Bundesregierung schweigt zunächst zu Maduros Festnahme – dann kommt zögerliche Reaktion

Die deutsche Bundesregierung reagierte zunächst mit Schweigen auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag. Stundenlang blieben Anfragen der Medien unbeantwortet, Fragen blieben offen. Noch am Nachmittag waren weder das Auswärtige Amt noch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung für Stellungnahmen erreichbar.

Erst etwa vier Stunden nach der Verhaftung lagen weiterhin keine Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz oder Außenminister Johann Wadephul vor. Die erste offizielle Reaktion kam schließlich vom Auswärtigen Amt, das große Besorgnis äußerte und bestätigte, die Entwicklungen in Venezuela mit höchster Aufmerksamkeit zu verfolgen. Ein Krisenstab wurde einberufen, die Behörden hielten Kontakt zur deutschen Botschaft in Caracas und stimmten sich mit internationalen Partnern ab. Eine direkte Verurteilung der Festnahme selbst blieb jedoch aus.

Ein namentlich nicht genannter Insider aus dem Auswärtigen Amt bezeichnete die Lage als „mit äußerster Sorge“ beobachtet. Unterdessen fielen die Reaktionen der Politiker höchst unterschiedlich aus. Jürgen Hardt (CDU) nannte Maduros Inhaftierung einen „Funken Hoffnung“, während Roderich Kiesewetter, ebenfalls CDU, den USA vorwarf, sie hätten „endgültig die regelbasierte Ordnung aufgegeben“.

Die Linke verurteilte den Schritt als „flagrante Verletzung des Völkerrechts“, die Grünen forderten die Bundesregierung auf, die Handlungen der USA offen zu kritisieren. Trotz dieser Forderungen enthielt sich Berlin einer offiziellen Rüge.

Die zurückhaltende Haltung der Regierung ließ ihre Position jenseits allgemeiner Besorgnis unklar erscheinen. Während einige Abgeordnete schärfere Worte gegen die USA forderten, sahen andere in der Festnahme einen möglichen Wendepunkt. Vorerst beobachtet Deutschland die Lage weiter – ohne sich öffentlich klar zu positionieren.

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