28 April 2026, 20:17

Bundesregierung plant Zuckersteuer: 20 Milliarden Euro Einsparungen durch Reformpaket

Plakat, das die Bergbahn, Deutschland als eine elektrische Stadt bewirbt, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Bundesregierung plant Zuckersteuer: 20 Milliarden Euro Einsparungen durch Reformpaket

Die deutsche Bundesregierung hat Pläne für eine neue Zuckerabgabe im Rahmen umfassender Steuerreformen bekannt gegeben. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das Haushaltsdefizit zu verringern und die Belastung der Krankenkassen zu mindern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt durch eine Kombination aus Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden Euro an.

Eine Kommission hat eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden vorgeschlagen. Die Zuckerabgabe, die im kommenden Jahr eingeführt werden soll, orientiert sich an einem ähnlichen Modell in Großbritannien. Seit 2018 bringt die britische Zuckersteuer jährlich rund 377 Millionen Euro ein.

Die regierende Koalition aus SPD und CDU unterstützt den Plan nunmehr – trotz früherer Vorbehalte der CDU auf ihrem Parteitag im Februar. Die Abgabe ist eine von 66 Empfehlungen, die die Finanzierung der Krankenversicherungen sichern sollen. Weitere Maßnahmen umfassen eine Kunststoffsteuer, höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol sowie Kürzungen bei staatlichen Subventionen.

Bei der Schließung der Haushaltslücke gab es bereits Fortschritte: Das Defizit für 2027 wurde beseitigt, für 2028 bleibt jedoch noch eine Lücke. Insgesamt konnte die Finanzierungslücke um mehr als die Hälfte auf unter 30 Milliarden Euro reduziert werden.

Die Zuckerabgabe und weitere Steueränderungen werden schrittweise eingeführt. Die Regierung erwartet, dass die Reformen das Defizit verringern und gleichzeitig wichtige öffentliche Dienstleistungen finanzieren. Nun werden die Details finalisiert, bevor die Umsetzung beginnt.

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