Buchhandlung in Bremen provoziert mit Riesenporträt von Kulturminister Weimer
Claudia SeidelBuchhandlung in Bremen provoziert mit Riesenporträt von Kulturminister Weimer
Buchhandlung in Bremen enthüllt provokante neue Fassade mit Riesenporträt von Kulturminister Wolfram Weimer
Eine Buchhandlung in Bremen hat mit einer kühnen Neugestaltung ihrer Fassade für Aufsehen gesorgt: Ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer ziert nun das Gebäude. Der Umgestaltung ging ein öffentlicher Streit voraus, nachdem der Laden von der Vergabe eines nationalen Preises ausgeschlossen worden war. Die Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Spannungen zwischen dem Buchladen und dem Minister.
Die Buchhandlung Golden Shop hatte ursprünglich den Spruch „Deutschland verrecke bitte“ an ihrer Fassade angebracht. Daraufhin hatte Minister Weimer eine Prüfung durch den Verfassungsschutz angeregt.
Als Reaktion auf den Ausschluss vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent am Giebel des Gebäudes an. Der Bremer Künstler Sönke Lühring entwarf anschließend die neue Fassade, die nun ein überdimensionales Porträt Weimers sowie Zitate von ihm zeigt.
Inhaberin Ausma Zvidrina bestätigte, dass die Buchhandlung keine Bücher des Ministers führen werde. Auf die Frage, ob die Neugestaltung den Laden von linksextremen Positionen distanziere, lachte sie nur – eine weitere Stellungnahme blieb sie schuldig.
Die neue Fassade verändert das Erscheinungsbild der Buchhandlung grundlegend: Mit dem Konterfei und den Worten des Ministers setzt sie ein deutliches Statement. Wie die Öffentlichkeit reagiert und welche Folgen die angekündigte Prüfung durch den Verfassungsschutz haben wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die Haltung des Ladens zu Weimers Werken könnte nicht eindeutiger sein.






