Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf altem Kohlekraftwerksgelände
Greta WagnerBremen baut riesigen Batteriespeicher auf altem Kohlekraftwerksgelände
Großes Batteriespeicherprojekt entsteht im Bremer Industriehafen
In Bremen entsteht im Industriehafen ein großes Batteriespeicherkraftwerk. Das Vorhaben, das von swb Erzeugung und be.storaged geleitet wird, nutzt Teile des Geländes eines ehemaligen Kohlekraftwerks. Nach seiner Fertigstellung soll die Anlage dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren, indem sie Schwankungen bei der erneuerbaren Energieausbeute ausgleicht.
Die neue Anlage wird auf Flächen errichtet, die zuvor von Kohleblöcken des swb-Kraftwerks genutzt wurden. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen jedoch zunächst alte Bauwerke der stillgelegten Einheiten abgerissen werden. Nach der Inbetriebnahme wird das Batteriesystem an die zentrale Leitwarte des Kraftwerks angebunden.
Teile der bestehenden Infrastruktur bleiben erhalten, darunter elektrische Systeme für die Netzanbindung, Brandschutz- und Wasserrückhalteanlagen. Diese Wiederverwendung senkt die Kosten und beschleunigt die Umsetzung des Projekts. Zudem profitiert das Vorhaben von der leistungsstarken Netzanbindung des Standorts, die ursprünglich für das Kohlekraftwerk errichtet wurde.
Das Batteriespeichersystem wird über eine installierte Leistung von rund 85 Megawatt (MW) und eine Speicherkapazität von über 170 Megawattstunden (MWh) verfügen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Flexibilität im Stromnetz zu schaffen und Versorgungslücken auszugleichen, die durch die schwankende Einspeisung von Wind- und Solarenergie entstehen. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt werden sich voraussichtlich im mittleren zweistelligen Millionenbereich bewegen.
Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Die neue Anlage wird Deutschlands Energiewende unterstützen, indem sie die Netzstabilität verbessert. Dank ihrer großen Kapazität und strategischen Lage ist sie eine wichtige Ergänzung für die Bremer Energieinfrastruktur. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt bei der Umnutzung ehemaliger Kohlestandorte für moderne Energielösungen.






