Braunschweig rettet Kita-Plätze nach VW-Finanz-Schließung mit innovativer Lösung
Claudia SeidelBraunschweig rettet Kita-Plätze nach VW-Finanz-Schließung mit innovativer Lösung
Braunschweig übernimmt Teile einer betrieblichen Kita von Volkswagen Financial Services
Die Stadt Braunschweig übernimmt einen Teil der bisher von Volkswagen Financial Services (VW FS) betriebenen betriebseigenen Kindertagesstätte. Der Schritt folgt der Entscheidung des Unternehmens, sein internes Kinderbetreuungszentrum Freche Daxe aufgrund sinkender Nachfrage zu schließen. Sieben der zehn Betreuungsgruppen werden künftig in städtische Trägerschaft übergehen.
Seit 2008 hatte VW FS die Kita am Käferweg vollständig finanziert und der Stadt damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Doch das Unternehmen verzeichnete kürzlich einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Betreuungsplätzen durch Mitarbeiterkinder. Daraufhin kündigte es die Schließung der Einrichtung an.
Laut der neuen Vereinbarung wird die Stadt ab August sieben der zehn Gruppen übernehmen. VW FS sichert sich weiterhin 55 Plätze für Kinder seiner Beschäftigten und zahlt dafür jährlich rund 475.000 Euro. Die übrigen Kosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr trägt die Kommune.
Die Umstellung könnte zudem teure Neubauten für eine Kita im Bereich Wenden-West überflüssig machen. Stattdessen könnten Kinder aus den nahegelegenen Wohnsiedlungen in der bestehenden Einrichtung am Käferweg untergebracht werden.
Mit dem Wechsel geht die Verantwortung für den Großteil des Kita-Betriebs auf die Stadt über. VW FS behält zwar Vorrang für die Betreuung seiner Mitarbeiterkinder, doch die Neuordnung senkt langfristig die Kosten für beide Seiten. Die Lösung garantiert weiterhin ausreichende Kinderbetreuung – ohne dass neue Infrastruktur geschaffen werden muss.







