12 April 2026, 20:06

Brandenburgs Schulkrise eskaliert: CDU und BSW liefern sich Machtkampf um Lehrkräftemangel

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulkrise eskaliert: CDU und BSW liefern sich Machtkampf um Lehrkräftemangel

In Brandenburg ist ein politischer Streit über den sich verschärfenden Lehrkräftemangel entbrannt. Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht die jüngsten Kürzungen der SPD-BSW-Koalition für die Krise verantwortlich. Doch die BSW hat sich nun gegen ihren ehemaligen Verbündeten gewandt und wirft der SPD ein langjähriges Politikversagen vor.

Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Personalabbau, erhöhte Unterrichtsverpflichtungen und Haushaltsentscheidungen der vergangenen Jahre. Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung, als Hoffmann Ende 2023 das Bildungsressort übernahm. Der CDU-Politiker löste damit die SPD ab, die das Ministerium mehr als 30 Jahre lang geführt hatte. Hoffmann verwies auf den Haushalt 2025, in dem 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen wurden, als eine der Hauptursachen für die aktuelle Personalnot.

Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen zudem die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Diese Maßnahmen waren unter den früheren SPD-Ministern Steffen Freiberg und Robert Crumbach eingeführt worden. Crumbach, der später Finanzminister wurde, gehörte damals der BSW an und war Vorgänger von Friederike Benda als Landesvorsitzende der Partei.

Benda, heutige BSW-Landeschefin, wies Hoffmanns Vorwürfe als "lächerlich" zurück. Stattdessen argumentiert sie, dass die Probleme im Brandenburger Bildungssystem auf jahrzehntelange Fehlentscheidungen von CDU und SPD zurückzuführen seien. Die BSW, die einst die SPD-Politik unterstützte, räumt mittlerweile ein, dass diese Unterstützung ein Fehler war.

Der Streit lässt das Brandenburger Bildungssystem in einer Zwickmühle zurück. Durch Haushaltskürzungen und höhere Arbeitsbelastung hat sich der Lehrkräftemangel weiter verschärft. Während sich CDU und BSW gegenseitig die Schuld zuschieben, ist bisher keine unmittelbare Lösung der Krise in Sicht.

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