Brandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr – Kritik an "Kriegspropaganda"
Emilia KönigBrandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr – Kritik an "Kriegspropaganda"
Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Förderung der schulischen Bildung
Das Bildungsministerium Brandenburgs und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bildungsarbeit an Schulen zu unterstützen. Die Vereinbarung schafft einen Rahmen für die langjährige Zusammenarbeit der beiden Institutionen. Ziel ist es, das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler zu stärken sowie ihr Verständnis für staatliche Verantwortung zu fördern.
Im Rahmen der Vereinbarung können Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten in den Unterricht eingeladen werden. Ihre Aufgabe besteht darin, zu Diskussionen über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, globales Krisenmanagement sowie nationale und europäische Sicherheitsinteressen beizutragen. Die Schulen entscheiden eigenständig, ob sie dieses Angebot annehmen.
Die Offizierinnen und Offiziere treten dabei als Gesprächspartner auf, nicht als Lehrkräfte. Sie sind verpflichtet, sich an den Beutelsbacher Konsens zu halten, der Indoktrination verbietet und eine ausgewogene Darstellung sicherstellt. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer mehrperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Themen.
Die Vereinbarung stößt auf scharfe Kritik. Die BSW-Fraktion im Landtag verurteilte sie als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer und forderte ihre sofortige Aussetzung. Die Zusammenarbeit bleibt für Schulen freiwillig und muss sich in die bestehenden Lehrpläne einfügen. Der Rahmen soll Einblicke in die Sicherheitspolitik ermöglichen, ohne die bildungspolitischen Vorgaben zu verletzen. Die BSW besteht weiterhin auf eine Stopp der Vereinbarung.






