31 March 2026, 16:12

Brandenburg reformiert Hochschulen: Schnellere Professoren-Berufungen und weniger Bürokratie

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Georg Busch, einem Professor in Hamburg, der einen Mantel trägt, mit Text unten.

Brandenburg reformiert Hochschulen: Schnellere Professoren-Berufungen und weniger Bürokratie

Die Landesregierung Brandenburgs hat einen Gesetzentwurf zur Reform der Hochschulbildung verabschiedet. Die Änderungen zielen darauf ab, die Berufung von Professoren zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen. Beamte bezeichnen den Schritt als wichtigen Meilenstein, um die Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten zu stärken.

Die Reformen gehen auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen dem Land, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung zurück. Nach dem neuen Gesetz erhalten die Hochschulen die dauerhafte Hoheit über die Berufung und Beförderung von Professoren. Diese Neuerung soll Verzögerungen verringern, die durch übermäßigen Papierkram, nicht anerkannte Qualifikationen und strenge Regeln bei der Drittmittelfinanzierung entstehen.

Aktuell dauert die Einstellung eines Professors oder einer Professorin 12 bis 24 Monate. Die Regierung will diesen Zeitraum auf 6 bis 12 Monate halbieren und Brandenburg damit zum schnellsten Bundesland bei solchen Berufungsverfahren machen. 2023 blieben rund 25 Professuren aufgrund dieser Verzögerungen unbesetzt.

Das Gesetz vereinfacht zudem die Studierendenzulassung und stärkt die exzellenzbasierte Personalgewinnung. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Erweiterung des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam. Unterstützt von der HPI-Stiftung soll das Institut zum führenden europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften werden. Hasso Plattner selbst hat zugesagt, den Bau eines neuen Universitätscampus in der Stadt zu finanzieren.

Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, bezeichnete die Reformen als große Chance. Sie würden die Unabhängigkeit der Hochschulen stärken und ihre Fähigkeit verbessern, Spitzenkräfte zu gewinnen.

Das neue Gesetz gibt den Universitäten mehr Kontrolle über Einstellungen und Beförderungen. Schnellere Berufungsverfahren und weniger Bürokratie sollen offene Stellen zügiger besetzen. Die Erweiterung des Hasso-Plattner-Instituts wird Potsdam zudem als europäischen Standort für digitale Spitzenforschung weiter etablieren.

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