Brandenburg plant 24/7-Smart-Stores ohne Personal und Ladenschluss
Claudia SeidelBrandenburg plant 24/7-Smart-Stores ohne Personal und Ladenschluss
Die brandenburgische Koalitionsregierung hat Pläne zur Änderung des Ladenschlussgesetzes im Land unterstützt. Die neuen Regelungen würden es vollautomatisierten Geschäften – sogenannten Smart Stores – ermöglichen, ohne Personal zu betrieben werden. Eine endgültige Entscheidung liegt nun nach weiterer Debatte beim Landtag.
Schon im vergangenen Jahr hatte der brandenburgische Landtag die Regierung aufgefordert, bis Ende März einen Gesetzentwurf vorzulegen. Ziel war es, Mini-Supermärkte rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche öffnen zu lassen. Derzeit dürfen Geschäfte im Land von Montag bis Samstag durchgehend geöffnet bleiben, während an sechs Sonn- oder Feiertagen Sonderöffnungszeiten gelten.
Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für personalfreie, automatisierte Läden eingeführt. Brandenburgs geplante Änderungen konzentrieren sich darauf, die Versorgung in ländlichen Regionen zu verbessern. Sozialminister René Wilke (SPD) argumentierte, Smart Stores könnten die lokale Grundversorgung sichern und dazu beitragen, die Lebensbedingungen in der Region auszugleichen.
Die Novelle bedarf jedoch noch der parlamentarischen Zustimmung, bevor sie in Kraft treten kann.
Falls das Gesetz verabschiedet wird, entfielen die Beschränkungen für vollautomatisierte Geschäfte in Brandenburg. Diese könnten dann durchgehend betrieben werden – auch an Sonn- und Feiertagen. Der Schritt folgt Forderungen nach einer Modernisierung der Einzelhandelsvorschriften und einer besseren Unterstützung unterversorgter Gemeinden.






