25 April 2026, 20:06

Bosch-Chef Hartung fordert Reformen statt Kritik an der Arbeitsmoral der Deutschen

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Bosch-Chef Hartung fordert Reformen statt Kritik an der Arbeitsmoral der Deutschen

Stefan Hartung, Vorstandsvorsitzender von Bosch, hat sich in einer Stellungnahme für die deutsche Arbeitsmoral ausgesprochen. Er wies Vorwürfe zurück, die Bevölkerung des Landes arbeite zu wenig, und forderte stattdessen bessere Anreize, um die Produktivität zu steigern. In seinen Äußerungen ging er zudem auf die Steuerlast, die Infrastruktur und die Reformpläne der Regierung ein.

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Hartung betonte, dass Arbeit fair entlohnt werden müsse, um Leistungsbereitschaft zu fördern. Wenn die Menschen spürbare Vorteile sähen, seien sie auch bereit, mehr Stunden zu investieren, so der Manager. Sein Vorschlag umfasste eine zusätzliche Arbeitsstunde pro Woche – und das über alle Einkommensgruppen hinweg.

Kritisch äußerte er sich auch zum Versprechen der Regierung, einen "Reformfrühling" einzuleiten. Viele der geplanten Änderungen seien in der Praxis weitaus komplexer, als sie auf den ersten Blick wirkten, warnte Hartung. Beim Thema Steuern bezeichnete er die aktuelle Belastung als zu hoch und mahnte Entlastungen für Unternehmen und Privatpersonen an.

Der Bosch-Chef nannte drei zentrale Handlungsfelder für Verbesserungen: eine moderne Infrastruktur, ein wettbewerbsfähiges Steuersystem und einen starken Bildungssektor. Gleichzeitig sprach er Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) sein Vertrauen aus und hob deren unternehmerische Erfahrung als wertvolle Stärke hervor.

In seinen Ausführungen machte Hartung deutlich, dass er die Schuld für wirtschaftliche Herausforderungen nicht bei den Arbeitnehmern sehe. Stattdessen plädierte er für politische Maßnahmen, die alle dazu motivieren, effektiver beizutragen.

Hartungs Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit struktureller Veränderungen, um die Produktivität zu fördern. Seine Fokussierung auf Anreizsysteme, Steuerentlastungen und Infrastruktur verweist auf tiefgreifendere wirtschaftliche Probleme. Die Debatte über die deutsche Arbeitskultur und die Reformagenda wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle