03 March 2026, 18:02

Bayern vor den Kommunalwahlen: Zufriedenheit sinkt, Sorgen um Wohnen und Verkehr wachsen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der St├Ądte, Ortschaften, Fl├╝sse und andere geographische Merkmale beschriftet sind.

Gemeinderatswahl-Umfrage: Bayern beschwert sich ├╝ber hohe Mieten - Bayern vor den Kommunalwahlen: Zufriedenheit sinkt, Sorgen um Wohnen und Verkehr wachsen

Bayerische Bürger bereiten sich mit gemischten Gefühlen auf die anstehenden Kommunalwahlen vor

Die Zufriedenheit mit den lokalen Verhältnissen bleibt zwar weitgehend hoch, doch Sorgen über Wohnkosten, Verkehr und Infrastruktur nehmen zu. Das Interesse an den Wahlen fällt unterschiedlich aus – während einige sich stark engagieren, fühlen sich andere abgehängt.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 85 Prozent der Bayern mit dem Leben in ihren Städten und Gemeinden zufrieden oder sehr zufrieden sind. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zu 2020 um sieben Prozentpunkte gesunken. Besonders hoch bleibt die Zufriedenheit mit der Sicherheit: 79 Prozent schätzen die Situation in diesem Bereich positiv ein.

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Doch Wohnen und Verkehr entwickeln sich zunehmend zu Problemthemen. Mehr als die Hälfte – 57 Prozent – ist unzufrieden mit den Mietpreisen und dem Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Ebensoviele, nämlich 48 Prozent, kritisieren den öffentlichen Nahverkehr, während weitere 48 Prozent den Zustand von Straßen und Radwegen bemängeln. Besonders ausgeprägt sind diese Sorgen in städtischen Gebieten.

Beim politischen Vertrauen glauben nur noch 25 Prozent, dass die CSU lokale Probleme lösen kann – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zu vor sechs Jahren. Die Freien Wähler kommen derzeit auf 10 Prozent Zustimmung, gefolgt von SPD und AfD mit jeweils 9 Prozent sowie den Grünen mit 5 Prozent. Das Interesse an den Wahlen ist uneinheitlich: 27 Prozent zeigen großes, 45 Prozent immerhin noch ein gewisses Interesse. Besonders gering ist die Beteiligung bei AfD-Anhängern – 32 Prozent von ihnen zeigen kaum Engagement.

Die Wahlbeteiligung lag 2020 zwischen unter 50 Prozent in Teilen des Allgäus und 69,6 Prozent in Gundelsheim. Vergleichsdaten zu anderen Bundesländern wie Hessen oder Nordrhein-Westfalen liegen nicht vor.

Die Wahlen finden zu einer Zeit statt, in der Wohnkosten, Verkehr und Infrastruktur die öffentlichen Debatten dominieren. Zwar bleibt die allgemeine Zufriedenheit mit dem Leben vor Ort relativ hoch, doch das Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der CSU hat nachgelassen. Während einige Wählergruppen stark mobilisiert sind, zeigt sich bei anderen – insbesondere bei AfD-Sympathisanten – eine auffällige Distanz.