Bauvorschriften-Reform: NKR schlägt gestufte Standards gegen Wohnungsmangel vor
Noah WernerBauvorschriften-Reform: NKR schlägt gestufte Standards gegen Wohnungsmangel vor
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen der Bauvorschriften vorgeschlagen, um auf die steigenden Baukosten und den Wohnungsmangel zu reagieren. Die Empfehlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bundesministerien Pläne für einen neuen Bauvertragstyp E vorstellen, der die Regeln vereinfachen und die Kosten für Bauherren senken soll.
In einem Positionspapier plädiert der NKR für ein gestuftes System der Baustandards: grundlegend, mittel oder premium. Nach diesem Modell würde der „Grundstandard“ zur Regel werden, während höhere Qualitätsstufen nur als optionale Aufpreisvarianten angeboten würden. NKR-Präsident Lutz Goebel schlug vor, nicht essenzielle technische Anforderungen – insbesondere solche, die weder die Sicherheit noch die Gesundheit betreffen – zu streichen oder abzumildern.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig präsentierten kürzlich die Eckpunkte für den Bauvertragstyp E. Das Bundesjustizministerium plant nun, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das neue Bauvertragsgesetz E vorzulegen. Die Vorschläge des NKR sollen der Regierung als fachliche Leitlinie dienen, um den Bauprozess zu beschleunigen und den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu verringern.
Falls die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Baukosten senken und den Wohnungsbau beschleunigen. Der Gesetzentwurf wird entscheiden, ob das gestufte Standardmodell Gesetz wird. Bauherren und Politiker werden die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren genau verfolgen.






