Baumarkt-Kette Hammer gibt auf: Endgültige Schließung aller Filialen steht bevor
Emilia KönigBaumarkt-Kette Hammer gibt auf: Endgültige Schließung aller Filialen steht bevor
Baumarkt-Kette Hammer stellt nach monatelangen Finanzproblemen den Betrieb ein
Nach monatelangen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wird die deutsche Baumarkt-Kette Hammer nun endgültig geschlossen. Das Unternehmen hat bereits fast die Hälfte seiner Filialen dichtgemacht und wird bis zum späten Frühling auch die verbleibenden Standorte abwickeln. Für die Mitarbeiter droht die Arbeitslosigkeit, da kein Rettungsdeal in letzter Minute zustande kam.
Die Krise bei Hammer zieht sich bereits seit Monaten hin. Bis Ende März 2026 waren 46 Filialen bereits geschlossen worden, die Schlüssel wurden an die Vermieter zurückgegeben. Weitere 20 Standorte folgen bis Ende April – dann verbleiben nur noch 21 Läden im Betrieb.
Seit Anfang April laufen in den verbleibenden Filialen Räumungsverkäufe. Sämtliche Mietverträge enden im April, nachdem die gesetzlich vorgeschriebene dreimonatige Kündigungsfrist abgelaufen ist. Auch die Arbeitsverträge werden gekündigt; die Belegschaft muss spätestens bis Juli das Unternehmen verlassen.
Alle Versuche, das Unternehmen zu retten, sind gescheitert. Zwei potenzielle Käufer zogen sich während des Verkaufsprozesses aus ihren unverbindlichen Angeboten zurück. Zwar legte kürzlich eine weitere Partei ein indikatives Gebot vor, doch ein verbindlicher Vertrag kam nicht zustande. Der Insolvenzverwalter Stefan Meyer dankte den Mitarbeitern für ihr Engagement, bestätigte jedoch, dass sich kein Investor gefunden habe, der Hammer weiterführen wolle.
Die letzten Hammer-Filialen werden bis Ende Mai 2026 schließen. Alle Beschäftigten verlieren innerhalb weniger Wochen ihre Jobs, da sich kein Käufer für die Übernahme der Kette fand. Das Aus markiert das Ende eines langjährigen finanziellen Niedergangs des einst beliebten Händlers.






