07 January 2026, 16:14

Bauern blockieren 32 Autobahn-Auffahrten in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren, wobei ein Mann ein Schild mit Text hält, Bäume, ein Auto und einen Himmel im Hintergrund.

Bauerndemonstrationen am Donnerstag - Autobahn-Anfahrten nutzbar - Bauern blockieren 32 Autobahn-Auffahrten in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern wollen am Donnerstag an zentralen Autobahnen Proteste abhalten. Die von Land schafft Verbindung organisierten Kundgebungen richten sich gegen 32 Anschlussstellen der db bahn zwischen 7:00 und 17:00 Uhr. Die Behörden bestätigten, dass alle betroffenen Knotenpunkte zwar geöffnet bleiben, jedoch mit Verzögerungen zu rechnen ist.

Die Proteste finden an Auffahrten der Autobahnen A11, A14, A19, A20 und A24 statt, darunter Schwerin Nord, Ludwigslust, Parchim, Güstrow, Grevesmühlen, Tribsees, Pasewalk Nord und Penkun. An jedem Standort könnten bis zu 20 landwirtschaftliche Fahrzeuge zusammenkommen, die Organisatoren erwarten jedoch durchschnittlich sechs pro Ort.

Die Demonstranten müssen eine drei Meter breite Spur für den Durchgangsverkehr freihalten. Dennoch wurde Autofahrern geraten, in den Protestzonen mit langsamerem Verkehr zu rechnen. Die Aktion folgt einer Erklärung des Vereins Land schafft Verbindung e. V. vom 8. Januar 2026, in der das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen abgelehnt wird. Agrarminister Till Backhaus (SPD) traf sich mit den Protestführern, darunter Olaf Schumann, Vorsitzender von Land schafft Verbindung. Gemeinsam unterzeichneten sie eine Erklärung, um Bedenken gegenüber dem Abkommen zu unterstreichen. Backhaus forderte strengere Kennzeichnungspflichten für Importwaren sowie bessere Schutzstandards für die heimische Landwirtschaft, insbesondere bei Arbeits- und Umweltvorschriften.

Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich zwar nicht an den Protesten, respektiert aber die Teilnehmenden. Die Landwirte argumentieren, das Handelsabkommen benachteilige lokale Produzenten und stoße daher auf breite Ablehnung.

Die Donnerstagsdemonstrationen dauern zehn Stunden, wobei die Behörden sicherstellen, dass alle betroffenen Anschlussstellen zugänglich bleiben. Die Proteste verdeutlichen die anhaltenden Spannungen um Handelspolitik und deren Auswirkungen auf die deutsche Landwirtschaft. Die Landwirte setzen sich weiterhin für Änderungen ein, um ihre Branche zu schützen.