27 April 2026, 22:05

Bartsch lehnt Schulden für Militäretat ab – und warnt vor Reformstau

Altes deutsches Auslandsdarlehen-Dokument aus dem Jahr 1924 mit einem Porträt einer Frau, mit gedrucktem Text und numerischen Denomination-Markierungen.

Bartsch lehnt Schulden für Militäretat ab – und warnt vor Reformstau

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, durch zusätzliche Kreditaufnahmen Militärausgaben zu finanzieren. Er argumentiert, dass eine solche Maßnahme dringend benötigte Mittel für Reformen und Investitionen abziehen würde. Seine Kritik richtet sich zudem gegen eine generelle finanziellen Fehlsteuerung und die Schuldenpolitik der Regierung.

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Bartsch, der den Verteidigungshaushalt mitverantwortet, verweist auf wiederholte Fälle von Mittelverschwendung. Er warnt, dass bestehende Sondervermögen schlecht verwaltet wurden, was Zweifel an der künftigen Haushaltsstabilität aufkommen lässt. Besonders scharf lehnt er es ab, die Schuldenbremse für militärische Zwecke auszusetzen, während sie in anderen Bereichen weiter gilt.

Der Politiker stellt zudem die aktuelle Führung des Kanzlers infrage und verweist auf einen Wandel im Vergleich zu dessen früherer Haltung als Oppositionsführer. Laut Bartsch seien versprochene Investitionen und strukturelle Reformen trotz steigender Verschuldung ausgeblieben. Er betont, dass dringend gehandelt werden müsse, um eine weitere finanzielle Belastung zu verhindern.

Über die Verteidigungspolitik hinaus fordert Bartsch umfassende Reformen in Bereichen wie Rente und Gesundheitswesen. Die gegenwärtige Situation bezeichnet er als Scheideweg, an dem Untätigkeit den sozialen Zusammenhalt gefährden könnte. Seine Ablehnung zusätzlicher Kredite begründet er mit der Sorge, dass militärische Ausgaben diese zentralen Prioritäten in den Hintergrund drängen könnten.

Bartschs Position spiegelt breitere Bedenken hinsichtlich Haushaltsdisziplin und verzögerter Reformen wider. Ohne Kurskorrekturen, warnt er, drohten dem Land tiefgreifende finanzielle Ungleichgewichte und eine Vernachlässigung öffentlicher Dienstleistungen. Seine Haltung unterstreicht die Spannung zwischen militärischen Erfordernissen und den Investitionsbedürfnissen im Inland.

Quelle