Bahnprojekte stocken: Warum Hannover zum Nadelöhr für den Schienenverkehr wird
Noah WernerBahnprojekte stocken: Warum Hannover zum Nadelöhr für den Schienenverkehr wird
Die jüngste Verhandlungsrunde zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO hat die Fortschritte bei Bahnprojekten zum Stocken gebracht. Kein einziges neues Vorhaben erreichte die nächste Planungsphase – damit geraten dringend benötigte Modernisierungen in Gefahr. Kritiker haben sich nun zu den Verzögerungen und Finanzierungslücken geäußert.
Der Hauptbahnhof Hannover bleibt ein zentraler Flaschenhals für den Schienenverkehr in Norddeutschland. Täglich nutzen ihn über 260.000 Fahrgäste, zudem verkehren dort rund 750 Züge. Eine Verkehrsexpertin der Grünen wirft der Bundesregierung vor, die Pläne für den Ausbau des Bahnhofs auszubremsen.
Die Bundestagsabgeordnete Swantje Michaelsen aus Hannover verwies auf fehlende Mittel für zwei zusätzliche Gleise und einen neuen Bahnsteig. Sie bezeichnete die Situation als „Skandal“ und warnte, dass die Zusatzgleise dringend nötig seien, um die Überlastung zu verringern. Auch das Bündnis Allianz pro Schiene kritisierte scharf die mangelnden Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Bahninfrastruktur.
Dessen Geschäftsführer Dirk Flege nannte das Vorgehen der Regierung „unlogisch“. Unterdessen bemüht sich das Bundesverkehrsministerium in den Haushaltsverhandlungen um zusätzliche Mittel für neue und bestehende Projekte.
Ohne Fortschritte in der Planung könnten wichtige Bahnmodernisierungen weiter verzögert oder sogar gestrichen werden. Die fehlenden Finanzmittel gefährden insbesondere Verbesserungen an zentralen Knotenpunkten wie dem Hauptbahnhof Hannover. Die anstehenden Haushaltsberatungen der Regierung werden über das weitere Vorgehen entscheiden.






