31 May 2026, 02:04

BAföG-Reform 2026 verschoben: Was Studierende jetzt wissen müssen

Forschungsministerin Bär: BAföG-Reform am Scheideweg - Studieren und Arbeiten 'kein Problem'

BAföG-Reform 2026 verschoben: Was Studierende jetzt wissen müssen

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat bekannt gegeben, dass die geplante BAföG-Reform in Deutschland voraussichtlich auf Eis gelegt wird. Die ursprünglich für das Wintersemester 2026/27 vorgesehenen Änderungen verzögern sich nun aufgrund von Haushaltskürzungen. Dennoch hat Bär neue Maßnahmen vorgestellt, um den Zugang zu Informationen über staatliche Studienförderung zu verbessern.

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Die Regierungsfraktionen der Koalition haben ihre Unterstützung für die BAföG-Novelle zurückgezogen. Bär räumte den Rückschlag ein, betonte jedoch, dass Politik Prioritäten abwägen und nachhaltige Lösungen finden müsse. Zwar werde die Reform vorerst nicht wie geplant umgesetzt, doch profitierten Studierende in Deutschland weiterhin von einem privilegierten System – ohne Studiengebühren und mit bestehender staatlicher Förderung.

Um die Transparenz zu erhöhen, präsentierte Bär einen KI-gestützten Chatbot auf dem Portal bafoeg-digital. Das Tool bietet anonyme und unverbindliche Einschätzungen zur BAföG-Berechtigung und leitet Nutzerinnen und Nutzer zum offiziellen Förderrechner weiter. Damit soll der Antragsprozess für Studierende, die finanzielle Unterstützung beantragen, vereinfacht werden.

Zur Frage der Nebentätigkeiten während des Studiums erklärte Bär, dass Teilzeitarbeit nicht zwangsläufig problematisch sei. Zudem kündigte sie an, die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zu beschleunigen, um die Kritik an befristeten Verträgen im akademischen Bereich anzugehen.

Die für 2026 geplante BAföG-Reform scheint damit vorerst vom Tisch. Der neue KI-Chatbot soll Studierenden jedoch künftig klarere Auskünfte zur Förderfähigkeit geben. Unterdessen verlagert Bär ihren Fokus auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für wissenschaftliches Personal.

Quelle