Baden-Württemberg steckt seit 2022 in der Rezession – und findet nicht heraus
Noah WernerBaden-Württemberg steckt seit 2022 in der Rezession – und findet nicht heraus
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren in Folge mit Rückgängen – 2023 brachte erneut einen Abschwung. Das südwestdeutsche Bundesland liegt damit auf dem vorletzten Platz unter den deutschen Ländern und schneidet nur noch besser ab als das Saarland. Während die gesamtdeutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent wuchs, fiel die Wirtschaftsleistung der Region weiter zurück.
Die Wirtschaftsleistung des Landes belief sich im vergangenen Jahr auf rund 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wertschöpfung. Doch trotz dieser Größenordnung hatten zentrale Branchen mit Problemen zu kämpfen: Die Industrieproduktion sank real um 2,6 Prozent, und auch die Bauwirtschaft schrumpfte im Vergleich zu 2022.
Ein kleiner Lichtblick waren die Dienstleistungsbranchen, die ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verzeichneten. Doch dieser Anstieg reichte nicht aus, um die breiten Rückgänge auszugleichen. Spitzenreiter beim Wachstum war dagegen Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von etwa 1,4 Prozent.
Die anhaltende Schwächephase wirft Fragen nach den langfristigen Folgen auf: Eine schrumpfende Wirtschaft führt oft zu Arbeitsplatzverlusten, mehr Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen. Baden-Württemberg steckt seit 2022 in einer Rezession, ohne dass sich bisher eine Trendwende abzeichnet.
Die schwache Entwicklung des Landes steht in scharfem Kontrast zum leichten gesamtdeutschen Wachstum. Da die Industrie und der Bausektor weiterhin schrumpfen, bleibt die wirtschaftliche Perspektive ungewiss. Die Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, die Abwärtsspirale zu stoppen – um weitere wirtschaftliche und soziale Folgen abzuwenden.






