Auswärtiges Amt startet größte Strukturreform seit Jahrzehnten
Das Auswärtige Amt durchläuft die tiefgreifendste Strukturreform seit Jahren. Die von Außenminister Johann Wadephul angestoßene Umgestaltung wird Abteilungen neu ordnen und sämtliche Einheiten in der Berliner Zentrale umbenennen.
Im Rahmen der Reform werden vier Unterabteilungen und neun Fachreferate aufgelöst. Ganze Ressorts werden zusammengelegt, umstrukturiert oder abgeschafft.
Die Zuständigkeit für Russland und die Ukraine wechselt in die Abteilung für Europäische Angelegenheiten. Der USA-/Kanada-Referat wird in eine neu geschaffene Amerika-Abteilung eingegliedert, die nun Nord- und Lateinamerika unter einem Dach vereint.
Die beamteten Staatssekretäre Géza Andreas von Geyr und Bernhard Kotsch leiten die Reform. Fast alle 3.000 Mitarbeiter erhalten neue E-Mail-Adressen, die die Änderungen widerspiegeln. Betroffene Belegschaften werden im Herbst ihre Büros umziehen.
Das Ministerium bezeichnet die Reformen als die weitreichendsten der jüngeren Geschichte. Die Neuordnung wird die Arbeitsweise des Auswärtigen Amts verändern und die globale Aufgabenteilung neu gestalten. In den kommenden Monaten werden sich die Mitarbeiter an neue Rollen und Systeme anpassen müssen.






